Bucha 2020: Fynch Hatton siegt, zwei Zweite bei vierjährigen Hengsten

Bundeschampionat Dressur-Reitpferde 2020

Fynch Hatton OLD v. Formel Eins, Bundeschampion der vierjährigen Hengste 2020. (© www. equitaris.de)

Eine Zehn für die Galopp brachte die Entscheidung. Bundeschampion der vierjährigen Hengste wurde der Oldenburger Fynch Hatton aus dem Besitz von Helgstrand Dressage. Drei der Top-Vier standen im dänischen Besitz. Platz zwei wurde zweimal vergeben.

9,5 für den Sieger Fynch Hatton OLD, zweimal 9,4 für die beiden Zweitplatzierten, Damaschino und Global Player – das Finale der vierjährigen Hengste war 2020 eine knappe Kiste beim Bundeschampionat.

Drei Zehnen vergab die Jury im Finale. Zwei davon erhielt der neue Bundeschampion Fynch Hatton OLD (Z.: Bernhard Ilting-Reuke), über seinen Vater Formel Eins ein Enkel von Ingrid Klimkes Franziskus. Sina Aringer hatte den mit einem Gardemaß von annähernd 1,80 Meter ausgestatteten Braunen für Helgstrand Dressage ins Finale gebracht.

Für den Galopp bekam der Hengst eine Zehn. Und weil Fremdreiterin Sabrina Gessmann sich auch offenkundig pudelwohl im Sattel fühlte, gab es auch für die Rubrik Ausbildung eine weitere Zehn. Im Trab wurde der Hengst mit einer 9,5 bewertet. Im Schritt, die schwächste Grundgangart des Hünen, gab es eine Neun. Dabei wünschte man dem Hengst mehr Schreiten aus der Schulter heraus, wie auch der Richterkommentar unterstrich.

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Doch in diesem Finale ging es um jedes Zehntel. Denn ein Zehntel weniger und es hätte drei Bundeschampions gegeben.

Zwei Zweite mit 9,4

Am einheitlichsten wurde der Vorjahressieger bewertet: Alle Noten 9,5, nur im Gebäude eine 9,0 – so lautete das Resultat für den Hannoveraner Damaschino v. Danone-Fidertanz (Z.: Burkhard Wahler). Der Vorjahressieger und Sieger der Hengstleistungsprüfung, kam damit auf eine 9,4. Und seine Reiterin Hannah Laser konnte sich noch über den Tierschutzpreis für ihr Abreiten freuen. Der Preis wird in jedem Championat vergeben. Der Dunkelfuchs bestach genau durch das, was sein Notenspiegel ausdrückt: Seine gleichmäßig gute Qualität in allen Grundgangarten.

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Der Oldenburger Siegerhengst Global Player v. Grand Galaxy Win (Z.: Henrik Hansen) war einer von zwei Hengsten, die Eva Möller im Finale vorstellte. Der Dunkelbraune Oldenburger kam in Trab und Galopp auf eine 9,5. Und für den Schritt gab es die Maximalnote 10,0. Die Ausbildung wurde mit 9,5 bewertet. Weil der Körchampion, der im direkten Vergleich zu den beiden anderen Hengsten auf dem Podium in einer Abteilung ging, eher mittelrahmig wirkte und im Gebäude eine 8,5 bekam, lautete seine Endnote ebenfalls 9,4. Ein salomonisches Urteil.

Eva Möller auf zwei und vier

Auch der Viertplatzierte wurde von Eva Möller vorgestellt. Und es gab durchaus Stimmen, die auch Danciero v. Dancier (Z.: ZG Broers und Weber), den westfälischen Siegerhengst mit Hannoveraner Brandzeichen, als heißen Titelanwärter gesehen hatten. Der kompakte Rappe kam auf eine 9,1. 9,0 für den Trab, der  „bringt einen fast zum Schwärmen“, so der kommentierende Richter Wolfgang Egbers. Für den ausbalancierten Galopp zückte die Jury die 9,5. Genauso hoch wurde die Rittigkeit des Hengstes eingeschätzt. Der Schritt des Vierjährigen wurde mit 8,5 beurteilt.

Auf den Plätzen fünf und sechs landeten der Hannoveraner Rod Laver v. Rock Forever mit Lena Stegemann (Z.: Simone und Thomas Visser, 8,5) und der DSP-Hengst Thapelo v. Topas (Z.: Simone und Martin Meder, 8,1) aus Baden-Württemberg mit Nicola Haug.

Die Ergebnisse finden Sie hier.