BuCha: Cornada schlägt Chacoon Blue bei den siebenjährigen Springpferden

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Cornada ist Warendorfer Youngster-Champion 2016. In einem spannenden Stechen setzte sich die westfälische Stute v. Cornado-Lados unter Stefan Engbers in 39,88 Sekunden im Stechen an die Spitze des achtköpfigen Starterfeldes.

In einer Springpferdeprüfung nach Rittigkeit und Springmanier hätte Cornada nicht vorn gestanden, sie besticht gerade nicht durch ihre Art im Parcours, wirkt eckig und wenig geschmeidig. Das sieht aber nur auf den ersten Blick so aus, im Parcours entwickelt die Stute alle Qualitäten eines guten Springpferdes. Schnell, vorsichtig und hochkonzentriert erledigt sie ihre Aufgabe. Ganz überraschend kam ihr Sieg nicht, Platzierungen an siebter und achter Stelle in den Qualifikationsprüfungen machten deutlich, dass die Form stimmte. Züchter der Schimmelstute ist Eckart Höll, Besitzer Andre Höll.

Cornada und Stefan Engbers verdrängten den bis dahin führenden Chacoon Blue unter Florian Meyer zu Hartum auf den zweiten Platz, 42,78 Sekunden. Der Mecklenburger Hengst ist gezüchtet und im Besitz des Gestüts Lewitz, Vater ist Chacco-Blue, der Muttervater Cartoon. 2015 war der Schimmelhengst unter Bastian Freese in Warendorf im Finale der sechsjährigen Springpferde. Kontrastprogramm zu Cornada: Chacoon Blue ist immer rund, sieht in jeder Phase des Parcours schön aus und imponiert neben seiner Qualität am Sprung durch seine Rittigkeit.

Die Hannoversche Stute Summersby hatte die 1.Qualifikation gewonnen, im Finale bewies sie erneut ihre Qualität. Ohne Strafpunkte, 43,71 Sekunden, dritter Platz für die Braune von Stalypso-Landadel unter dem Slovaken Patrik Majher. Züchter der mit einer hohen Grundschnelligkeit ausgestatteten Summersby ist Eberhard Wotte, Besitzer sind die Gebrüder Schäfer. Im Umlauf hatte Majher noch mächtige Steuerungsprobleme, nur seiner Entschlossenheit ist es zu verdanken dass er mit Summersby die Rechtswendung zu Sprung elf noch schaffte. Irgendwie schaffte die Stute es dennoch den Sprung ohne Abwurf zu überwinden, danach hatte der Reiter alles wieder im Griff. Im Stechen gab es dann keine Probleme.

Große Hoffnungen waren in Sandra Auffarth und La Vista gesetzt. Als Fünftplatzierte in der ersten und Siegerin der zweiten Qualifikation war sie als letzte Starterin als Favoritin angetreten, ein Flüchtigkeitsfehler an Sprung vier machte den Titeltraum zunichte. Da konnte auch der aus dem Vielseitigkeitslager angereiste Fanclub inklusive Bundestrainer Hans Melzer nicht mehr helfen.

37 Paare waren im Finale am Start, acht erreichten das Stechen, ein Traumergebnis für den Parcoursbauer Peter Schuhmacher. Die Anforderungen waren einer Springprüfung der Kl.S** angemessen, mit genügend technischen Ansprüchen unter Berücksichtigung der Tatsache dass hier nur siebenjährige Pferde am Start waren. Die Fehler verteilten sich auf den ganzen Kurs, „Fallen“ gab es keine. Im Stechen, das genügend Spannung für die zahlreichen Zuschauer brachte, blieben vier Paare strafpunktfrei.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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