BuCha: Titelträger bei vierjährigen Hengsten vorne

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Bundeschampionat am 4.9.2014 in Warendorf (© Kiki Beelitz)

Viele bekannte Köpfe sahen die Zuschauer bei den vierjährigen Hengsten auf dem Warendorfer Reitpferdeviereck. Fürst Fohlenhof, im vergangenen Jahr Champion der dreijährigen Hengste, gewann. Aber auch die Konkurrenz hinterließ einen guten Eindruck.

Im vergangenen Jahr gewann Fürst Fohlenhof den Titel des Bundeschampions bei den dreijährigen Hengsten. Und auch bei den Vierjährigen nahm er heute in der Finalqualifikation die Favoritenrolle ein. Der hochbeinige, rheinische Fidertanz-Mephistopheles-Sohn (Z.: Johannes Baumeister) spulte unter Lisa Neukäter sein Programm ohne eine Störung ab, jedoch vermisste man etwas Esprit. Der Trab elastisch mit schwingendem Rücken (9,0), ebenso der Galopp (9,0). Der Schritt ist die einzige Gangart, die etwas abfällt, aber immer noch mit gut (8,0) bewertet wurde. Für den Ausbildungsstand vergaben die Richter eine 9,0, genauso wie für das Gebäude des Hengstes, der im Vergleich zum Vorjahr an Muskulatur zugelegt hat. Der Sieg war ihm mit einer Endnote von 8,8 nicht zu nehmen.

Platz zwei ging an einen ganz anderen Typ Pferd: Der Hannoveraner Dantano v. Diamond Hit-Brentano II (Z.: Catharina Quast) vom Gestüt Westfalenhof. Der kompakte Braune fing die Prüfung unter Kathrin Sudhölter mit leichten Spannungen an, ließ sich dann aber immer mehr los und konnte zeigen, was in ihm steckt. Und das ist ein sehr guter Schritt (9,0). Trab und Galopp sind elastisch und bergauf angelegt (8,5). Zusammen mit den Noten 8,5 für Gebäude und Stand der Ausbildung beendete der Dunkelbraune die Prüfung mit 8,6 auf Platz zwei.

Den dritten Platz teilten sich zwei Hengste. Der eine kannte das Reitpferdeviereck noch aus dem vergangenen Jahr. Equitaris wurde 2013 noch von Stephan Borgmann, dessen Familie den westfälischen Estobar-Rubiloh-Sohn auch gezüchtet hat, vorgestellt und war Vierter im Finale der dreijährigen Hengste geworden. Auf der Hannoveraner Elite-Auktion war der gekörte und prämierte Westfalenhengst dann für 175.000 Euro verkauft worden und steht jetzt im Besitz des Hof am Eifgen (Wermelskirchen). In diesem Jahr wurde er von Wibke Hartmann-Stommel vorgestellt, das Paar punktete mit einem harmonischen Ritt in guter Anlehnung, für den Ausbildungsstand gab es eine 9,0, genauso wie für den Trab. Der Galopp und das Gebäude wurden mit 8,5 bewertet, der Schritt mit 8,0, macht in Summe 8,5 und Platz drei.

Auch Fusion landete auf diesem Platz. An dem lackschwarzen Oldenburger v. Fürst Romancier-Sion (Z.: Harm Oncken) gefiel unter Ann-Christin Wienkamp vor allem der Schritt (9,0). Bis auf das Gebäude (8,0) verteilten die Richter jeweils die Note 8,5.

Pfiffe aus dem Publikum gab es für die Benotung des Oldenburger Körsiegers von 2012, Follow Me v. Fürstenball-Donnerschwee (Z.: Jürgen Fetzer). Der Hengst, der von Therese Nilshagen vorgestellt wurde, hatte mit Anlehnungsproblemen zu kämpfen, das schlug sich in der Ausbildungsnote nieder (7,5), genauso wurde der Galopp bewertet. Die 9,0 für den Schritt konnte es nicht mehr herausreißen. Mit einer Endnote von 8,0 wurde Follow Me Siebter und rutschte knapp am Finale der besten Sechs vorbei.

Insgesamt gingen 14 Hengste in der Finalqualifikation an den Start. Mit jeweils drei Pferden waren die Hannoveraner und das Deutsche Sportpferd am stärksten vertreten. Es folgten Westfalen (2), Oldenburg (2), Rheinland (2), Bayern (1) und Württemberg (1). Nur Fürst Romancier stellte in dieser Prüfung zwei Pferde, ansonsten gab es eine bunte Mischung aus B wie Belissimo M (über Bonifatius) über E wie Ehrentusch (über Estobar) und D wie Donnerhall (über Diamond Hit). Eindeutig überlegen war aber das F-Blut von Florestan. Über Fürstenball, Fürst Romancier, Fidertanz führten es vier Pferde. Es folgte Q wie Quattro über Quaterback und Quando-Quando (2) und S wie Sandro Hit über Simonetti und Sir Donnerhall (2).

Die Ergebnisse

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