Bundeschampionate 2021: PS-Dominanz auf dem Springplatz

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(© St.GEORG)

Zu einem ungewohnt frühen Termin startete heute das Bundeschampionat in Warendorf. Hier die ersten Eindrücke vom Springplatz, auf dem vor allem ein Stall mit seinen Pferden das Feld dominierte.

Wegen der Anfang September stattfindenden Europameisterschaften in Riesenbeck (Springen) und Hagen a.T.W. (Dressur) musste das Bundeschampionat in Warendorf vorverlegt werden. A

uf dem Springplatz machten die siebenjährigen Springpferde mit der ersten Qualifikation zum Bundeschampionat in dieser Altersklasse den Auftakt. 38 Starterpaare hatten sich in die Starterliste eingetragen, geritten wurde nach Fehlern und Zeit. In 60,52 Sekunden absolvierte Comanche VL v. Cellestial-Loredo unter Frederic Tillmann den Parcours, das war Bestzeit. Volker Lehrfeld ist Züchter des braunen DSP Wallachs, Besitzerin Petra Blomquist.

An zweiter Stelle galoppierte Cepano Baloubet v. Chaman- Stakkatos Highlight unter Richard Vogel auf die Ehrenrunde. 63,0 Sekunden standen auf der Anzeigetafel. Wie Comanche ist auch Cepano Baloubet ein brauner DSP Wallach, gezogen von Wolfgang Seemann, im Besitz von Firoozeh Kashfi.

Ein DSP auch auf dem dritten Platz: Lyjin P v. Lyjanero unter Stephanie Böhe überquerte nach 68,85 Sekunden die Ziellinie. Die braune Stute wurde gezüchtet und steht im Besitz der Pietscher GbR, die ja beispielsweise auch eine Asha P gezogen hat und für die Böhe auch ihre Erfolgsspringerin Granate P reitet. 14 der angetretenen 38 Starter blieben fehlerfrei.

Fünfjährige

67 fünfjährige Springpferde gingen in der ersten Qualifikation an den Start, die in zwei Abteilungen platziert wurden, vier Mal lautete das Richterurteil „sehr gut“. Die Tageshöchstnote 9,2 bekam Meganus PS, ein Sohn des Messenger-Carthago, damit Sieger der ersten Abteilung. Vorgestellt wurde der braune Hengst von Patrick Stühlmeyer, Züchter und Besitzer ist das Gestüt Lewitz.

Mit Conrad v. Carridam-Lamberk stand ein Wallach auf dem zweiten Platz. 9,0 für den Hannoveraner Fuchs unter Niklas Betz, Züchter ist Felix Geffken, Besitzer Harald Vogt.

Bei der westfälischen Schimmelstute Corolanda steht die Zhashkiv Sport School aus der Ukraine als Züchter im Pedigree, Besitzer ist Christian Glanemann, vorgestellt wurde die Tochter des Cornet Obolensky-Orlando von Katrin Eckermann.

In der zweiten Abteilung trumpfte das Gestüt Lewitz mit drei Hengsten auf. Chacoothargos PS, Beach Boy und Chacoon’ Fly PS stammen allesamt aus dieser Zuchtstätte und stehen auch in dessen Besitz. Alle drei tragen den OS-Brand.

9,1 gaben die Richter Chacoothargos PS, dem braunen Hengst von Chacoon Blue-Conthargos unter Philip Rüping. Sein Stallgenosse, der Fuchshengst Beach Boy v. Baloubet de Rouet-Centadel folgte mit 9,0 auf dem zweiten Platz, Reiter Patrick Stühlmeyer. 8,9 die Note für Chacoon’Fly PS von Chacoon Blue-Sir Shutterfly, auch dieser braune Hengst vorgestellt von Patrick Stühlmeyer. Zum Auftakt ein Festival für den Stall Schockemöhle.

Zuschauer und Impfmobil

2020 hatte die Veranstaltung Corona bedingt noch ohne Zuschauer und an zwei verschiedenen Wochenenden stattfinden müssen, in diesem Jahr sind nach zähen Verhandlungen mit dem Ordnungsamt immerhin 4000 Zuschauer zugelassen. Karten sind allerdings nur online im Vorverkauf zu erwerben, das läuft aber gut, wie Turnierleiter Markus Scharmann nach dem ersten Tag berichtet.

„Einige Besucher und auch Teilnehmer waren trotz ausführlicher Informationen nicht genügend vorbereitet, so war es gut, dass wir am Eingang eine Covid-Teststation aufgebaut hatten. Und ab morgen steht dort auch ein Impfmobil.“

Klar, dass die Mitarbeiter vom Ordnungsamt heute schon vor Ort waren und sich überzeugten, dass alle Behördenauflagen eingehalten werden.

Gespannt war Scharmann nicht nur auf die Resonanz dieses etwas anderen Bundeschampionat, sondern auch auf die Reaktion auf einige Änderungen vor Ort. „Einige Neuerungen im Ablauf zum Wohle der Pferde haben sich schon heute bewährt, das war mir besonders wichtig. Und der neu gestaltete Gastrobereich mit großen Bildschirmen und Live-Übertragungen von allen Plätzen kommt bei den Zuschauern gut an. Ich freue mich riesig, dass wir wieder Zuschauer zulassen durften! Wir haben heute tolle Pferde, tolle Reiter gesehen. Viele Menschen haben nicht nur daran Freude gehabt sondern es auch genossen, neben dem Sport Gespräche zu führen und mal wieder Championatsluft zu atmen.“