Damsey-Vater Dressage Royal ist tot

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Dressage Royal (© facebook.com/SPREHEhengste)

Mit Dressage Royal ist einer der letzten direkten Donnerhall-Söhne gestorben. Er wurde 24 Jahre alt.

Sein Allgemeinzustand habe sich so stark verschlechtert, dass es keine andere Möglichkeit gegeben habe, als Dressage Royal einzuschläfern, schreibt die Hengsthaltung „Sprehe Hengste“ auf Facebook.

Diese Hengsthaltung war eigens für Dressage Royal gegründet worden. Der Oldenburger Donnerhall-Sohn aus einer Rubinstein-Futuro-Magister Mutter war von Hans Rode gezogen worden und gehörte der Zuchtgemeinschaft Herman und Dorit Kothe.

Beim Ehepaar Kothe wirkte Dressage Royal auch den Großteil seines Lebens, ehe die Kothes die Pferdehaltung aufgaben und Dressage Royal zu Martin Sprehe wechselte.

Der berichtet, die letzten Jahre habe der Hengst in der Schemder Bergmark im Kreis Steinfeld, Niedersachsen, verbracht, wo er zum Teil auch noch im Deckeinsatz stand.

Mehr Zucht als Sport

Hengste in Zucht und Sport gleichermaßen einzusetzen, war zu Dressage Royals Blütezeiten noch nicht so angesagt wie heute. Sein Karrierehighlight war der vierte Platz beim Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurpferde 2003, nachdem er zuvor mit unter anderem Christoph Koschel Material- und Dressurpferdeprüfungen in Serie hatte gewinnen können. Über die Klasse L kam er jedoch nie hinaus. Anders seine Nachkommen.

Dass die FN gut 560.000 Euro Lebensgewinnsumme der Nachkommen verzeichnet, liegt zum Großteil an Damsey FRH. Vor allem mit Helen Langehanenberg im Sattel gewann der Hannoveraner fast 410.000 Euro, mehr als 30 Grand Prix-Prüfungen, gehörte zur siegreichen EM-Mannschaft in Göteborg 2017 und war Dritter im Weltcup-Finale 2019.

Doch auch wenn Damsey heraussticht, er war mitnichten das einzige erfolgreiche Pferd von Dressage Royal. Mit Desperado OLD stellte der Rappe zudem den Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde 2008, der drei Jahre später dann auch noch den Nürnberger Burg-Pokal gewann und mit Carola Koppelmann Grand Prix ging. Für die USA war Damseys Vollbruder Diesel CF international auf S**-Niveau unterwegs und ist auf dem Weg in Richtung Grand Prix. Dandy de la Roche vertrat mit Antonella Joannou die Schweiz bei der EM 2017 und den Weltreiterspielen 2018 und war zuletzt im Juni in Ornago Dritter in Grand Prix und Special.

Züchterisch hinterlässt Dressage Royal neben Damsey noch weitere gekörte Söhne, unter anderem Diesel, den Vollbruder zu Damsey, der in den USA steht. Die FN verzeichnet außerdem 81 Dressage Royal-Töchter, neun davon mit Staatsprämie ausgezeichnet.

Dressage Royal hat noch einen ebenfalls gekörten Halbbruder v. Zack, der ebenfalls aus der Rosalie v. Rubinstein stammt. Die Großmutter Fantina v. Magister brachte unter anderem den später gelegten Oldenburger Siegerhengst 1984, Firmament.