Das Dillenburger Landgestüt ist gerettet

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Landgestüt Dillenburg (© Reumann)

Aufatmen in Dillenburg: Das Landgestüt wird nicht geschlossen. Umweltministerin Priska Hinz hat sich nach Sichtung der Gutachten für die Erhaltung ausgesprochen.

Aus einer Pressemitteilung des hessischen Umweltminsteriums geht hervor, dass das Landgestüts Dillenburg gerettet ist. Damit bestätigen sich die Hoffnungen aus der vor kurzen stattgefunden Pressekonferenz rund um die Ergebnisse der erstellten Gutachten. Hessens Umweltministerin Priska Hinz sagte: „Die von der Stadt vorgelegten Gutachten haben festgestellt, dass die Haltungsbedingungen der Pferde in Dillenburg in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert wurden, aber in Bezug auf die notwendige freie Bewegung der Pferde ein Handlungs- und Verbesserungsbedarf besteht.“ Doch eine Lösung gibt es: Kurzfristig kann mehr Auslauf geschaffen  und so der Tierschutz gewährleistet werden. Das gilt allerdings nur für Stuten und Wallache, die im Gegensatz zu Hengsten in Gruppen gehalten werden können. Sie könnten ihren zusätzlichen Auslauf auf Teilen des Paradeplatzes bekommen.

Hengsthaltung wird eingestellt

Die Hengsthaltung wird hingegen aufgegeben. Die Begründung des Umweltministeriums ist, dass „die Hengstzucht aus Dillenburg seit Jahren an Bedeutung“ verliere. Mit der Erhaltung des Landgestüts könne aber der Reit- und Fahrbetrieb aufrecht erhalten bleiben.

So oder so, die Stadt Dillenburg freut sich laut Bürgermeister Michael Lotz über die Erhaltung des Landgestüts. Schließlich können so die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die notwendigen Schritte zur Erhaltung sollen zügig umgesetzt werden. Das ist unter anderem eine umfassende Beurteilung der verschiedenen Möglichkeiten, was die Genehmigungsfähigkeit und die Kosten angeht. Zudem müssten unter anderem die örtlichen Besonderheiten beachtet und die baurechtlichen Vorgaben eingehalten werden.

Mögliche Schließung in der Kritik

Umweltministerin Priska Hinz hatte deutlichen Gegenwind bekommen, als sie die Schließung des Landgestüts Dillenburg ankündigte. Nicht nur Fans des Landgestüts, sondern auch die FN und Politik schalteten sich ein, um die Ministerin  von der Erhaltung des hessischen Landgestüts zu überzeugen. Außerdem gab es eine Online-Petition. Nun sagte sie: „Es war und ist mein Anliegen, gemeinsam mit der Stadt zu einer Lösung im gegenseitigen Einvernehmen  zu kommen. Dies ist jetzt möglich. Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass die Stadt Dillenburg, der Pferdesportverband, der Förderverein und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen auch selbst viel dazu beitragen, das Gestütsgelände als touristische Attraktion zu beleben.“

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  1. Anja Sieg

    Rettung?? Und was wird mit den Hengsten??? Fehlt bei einem Landgestüt ohne Hengste nicht der Teil, der ein Landgestüt tatsächlich ausmacht?

  2. Helmold v. Plessen

    was ein ein Landgestuet in Deutschland darstellt, ist sogar bei Wikipedia klar definiert. Also bitte hochgeschaetze St. Georg Redaktion, keine Falschmeldungen in die Welt setzen. Bin mal gespannt, was nach den Bundestagswahlen mit dem dann zur ( Landes ) Reit u. Fahrschule ? mutierten “ Landgestuet Dillenburg passiert.


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