Delegiertenversammlung des Westfälischen Pferdestammbuchs 2019

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Das Westfälische Pferdestammbuch hatte zur Delegiertenversammlung geladen. Neben der Vorstellung des Jahresabschlusses, Züchterehrungen und Wahlen standen auch die Einführung eines Schiedsgerichts sowie das Thema Doping in der Pferdezucht auf der Tagesordnung.

Nachdem es im vergangenen Jahr eine Satzungsänderung gegeben hatte, war dem Westfälischen Pferdestammbuch von Seiten des Amtsgerichts auferlegt worden, eine Schiedsordnung einzuführen. Und damit auch ein Schiedsgericht. Das setzt sich nun wie folgt zusammen:

  • Heinrich Sterthoff (Hamm),
  • Heinrich-Wilhem Kesten (Witten),
  • Markus Finkenbrink (Münster-Amelsbüren),

Stellvertreter: Frauke Spieß (Minden), Hans-Dirk Pötter-Ullmann (Bremen) sowie Markus Sondermann (Drolshagen).

Doping in der Pferdezucht

Einen großen Schritt nach vorn hat das Westfälische Pferdestammbuch in Sachen Dopingprävention bei Zuchtveranstaltungen gemacht. Bei der Hauptkörung im November war einer der Reservesieger, der Vitalis-Sohn Vaderland, positiv auf ein Beruhigungsmittel getestet worden. Das Körurteil war zunächst aberkannt, nach Nachkörung im Februar und dann negativer Medikationskontrolle aber wieder erteilt worden.

Damals erklärte der Zuchtleiter und Geschäftsführer Wilken Treu, in Zukunft solle es mehr Dopingproben bei Körungen sowie Stuten-Zuchtveranstaltungen geben. Außerdem plane man konkrete Sanktionsmaßnahmen bei Verstößen. Treu damals: „Wir wollen nach außen abschreckender wirken.“

Eine dementsprechende Satzungsänderung war den Delegierten nun zur Abstimmung vorgelegt worden. Das Ergebnis war eindeutig. Alle Stimmberechtigten sprachen sich für die Änderungen aus. Details folgen.

Johanshon wiedergewählt

Seit sechs Jahren ist Ralf Johanshon Präsident des Westfälischen Pferdestammbuchs und wurde nun für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Der Vorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen:

  • Ralf Johanshon (Ostbevern) als Vorsitzender
  • Dr. Lutz Ahlswede (Münster), 2. Vorsitzender
  • Dr. Klaus Strautmann (Telgte)
  • Egbert Bispinghoff (Werne)
  • Gretel Schulze-Buxloh (Hamm)
  • Lars Rethemeier (Lienen)
  • Carsten Rohleder (Dortmund).

Züchter des Jahres

Die Delegiertenversammlung ist auch der Rahmen, in dem erfolgreiche Züchter des Verbandes geehrt werden. „Züchter des Jahres Reitpferd 2018“ wurde Christian Becks, Senden. Mit seiner Stute Rapunzel und seinem Hengst Damon Hill hat er die Vollgeschwister Damon’s Delorange, Damon’s Satelite und die inzwischen verstorbene Damon’s Divene gezogen. Alle drei wurden Bundeschampions und Tochter Jil-Marielle Becks ist mit Damon’s Delorange und vor allem Damon’s Satelite inzwischen bis Grand Prix erfolgreich. Mit dem elfjährigen Satelite wurde sie 2018 U25-Europameisterin.

Die Auszeichnung „Züchter des Jahres Reitpony 2018“ ging an Bernhard Deitert in Schöppingen. Er zeichnet verantwortlich für die beiden Halbschwestern Golden Princess v. Golden Challenge und Dancing Daylight v. Dreidimensional. Davon abgesehen, dass beide Staatsprämienstuten sind, wurde Golden Challenge 2017 Siegerstute der Eliteschau und Bundeschampionesse der vierjährigen Reitponys. Dancing Daylight war 2016 Siebte auf dem Endring der Eliteschau und konnte sich im Jahr darauf ebenfalls den Titel der Bundeschampionesse bei den vierjährigen Reitponys sichern.

„Züchter des Jahres Kleinpferde 2018“ wurde die Zuchtgemeinschaft Schneider aus Olpe. Hier kamen sowohl der Siegerhengst der Körung für Kleinpferde 2018, Kimba aus dem Veischedetal v. Pegasus, als auch die Siegerstute der Kleinpferde-Eliteschau 2018 zur Welt, Staatsprämienstute Julchen aus dem Veischedetal v. Dex. Zudem kam auch der Kleinpferdesiegerhengst der Körung 2017 aus diesem Stall, Indigo aus dem Veischedetal v. Little Diego.

Einen Sonderehrenpreis vergab Ralf Johanshon an die Zuchtgemeinschaft Strunk in Bochum. Die Strunks haben sowohl Weltmeisterin Bella Rose von Isabell Werth gezogen als auch deren Weltranglisten-Vierten Emilio.

 

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