Die ersten Westfalen-Champions 2019

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Der erste Champion der Westfalen-Woche 2019, Rock Revolution unter Lars Schulte-Sutthoff. (© www.westfalenpferde.de)

In Münster-Handorf wird bei der Westfalen-Woche tapfer der Hitze getrotzt. Die ersten Landeschampions sind gekürt.

Die Schärpe der sechsjährigen Dressurpferde ging an Rock Revolution v. Rock Forever-Davignon-Der Clou unter Züchter-Sohn Lars Schulze-Sutthoff. Sie kamen auf eine Endnote von 8,3, erhielten je eine 8,5 für Schritt, Galopp und Gesamteindruck sowie die 8,0 für Trab und Durchlässigkeit.

Damit haben sie sich zugleich auch fürs Bundeschampionat qualifiziert – kein unbekanntes Terrain für den Wallach. Schon vierjährig als Reitpferd war er in Warendorf am Start. Er wurde damals Achter, wobei besonders die altersgerechte Vorstellung des Pferdes gefiel. 2018 war das Paar auch bei den Fünfjährigen dabei.

Platz zwei ging an den Franziskus-Show Star-Sohn For Deluxe, den Silke Ottenjann für den Züchter und Besitzer Herbert Laumann vorstellte. 8,2 lautete die Endnote. Der Wallach ist ein mütterlicher Halbbruder zu den bekannten Rockman Royal NG (der auch gekört ist) und For Comtess Royal. Platz drei sicherte sich Sabrina Geßmann im Sattel der von Helen Langehanenberg gezogenen Drama Queen v. Deveraux-Louis Le Bon (8,1).

Weitere Bundeschampionatstickets gingen dank der erforderlichen Endnote 8,0 an S-Thetik v. Scolari mit Viola Maria Wilhelm und Deodoro v. Desiderio unter Greta Heemsoth. Züchter und Besitzer beider Pferde ist Ingo Pape.

Bei den fünfjährigen Dressurpferden wurde in zwei Abteilungen gewertet. In der ersten gab es einen Favoritensieg durch den Körsieger 2016, Valverde v. Vitalis-Ampere (z.: Reesink Pferde GmbH), den Eva Möller für Helgstrand Dressage vorstellte. Seine Wertnoten: Trab 9,0, Schritt, 8,5, Galopp 9,0, Durchlässigkeit 8,5, Gesamteindruck 9,0. Unter dem Strich ergab das 8,8.

Zweiter dieser Abteilung wurde mit 8,4 der Hannoveraner Spökenkieker V v. Spörcken-Rotspon unter Stephanie Leuenberger. Die Schweizerin stellte den Hengst für das Gestüt Letter Berg vor, gezogen wurde er von Alfred Reimann.

Platz drei teilte sich drei Paare, die alle eine 8,0 erhalten hatten. Das war zum einen ein weiterer „artfremder“: der Oldenburger Zonith v. Zonik-Diamond Hit, ein Lewitzer, den Steffen Frahm für die BG Paul Schockemöhle Hengsthaltung vorstellte. Die anderen beiden waren Westfalen: Federer v. Franziskus-Damon Hill (Z.: Dr. Ansgar Reyering, B.: Rhenania Pferde GmbH) unter dem Portugiesen Carlos Manuel Valerio Caetano und die Sir Heinrich-Laudatio-Tochter Soulmate (Z.: Heinz Bettendorf, B.: Vera Bettendorf) unter Claudia Rüscher.

In der zweiten Abteilung siegte mit einer Endnote von 8,6 der Oldenburger Harmony’s Spotify v. Sezuan-Hotline (Z.: ZG Böddeker, B.: Harmony Sporthorses) unter Sabrina Geßmann.

Bester Westfale war Anthrazit v. All at once-Weltmeyer (Z.: Heinz Schütte, B.: Ingo Pape) mit 8,1. Er teilte sich Platz zwei mit der Oldenburger Stute Evergold v. Don Schufro-Belissimo M (Z.: Burte Ahlers, B.: Pferd24 GmbH), die von Nadine Plaster vorgestellt wurde.

Das drittbeste Ergebnis dieser Abteilung war eine 7,7, auch die wurde von zwei Pferden erreicht, beide aus dem Zuchtgebiet Westfalen: Golden Gatsby v. Ganymedes-Wolkentanz II (Z. u. B.: Kurt Gravemeier) mit Sabrina Geßmann und Lucky Diamond v. Like a Diamond-Fürst Piccolo (Z. u. B.: Dr. Anette Heuter-Neumann) unter Timo Kolbe.

Springen

Diarado-Cornado lautet die Abstammung des Champions der vierjährigen Springpferde 2019, Diacor. Ann-Katrin Dettmer stellte den Wallach für die Züchter und Besitzer vom Zuchthof Hahler vor. Endnote: 8,8.

Silber ging mit einer 8,5 an Corny v. Cornet Obolensky-Arpeggio (Z.: Uwe Wessendorf) unter seiner Besitzerin Carolin Zell. Auf den dritten Platz sprang die von Katja Heitbaum für eine 8,3 vorgestellte Comme Tessa B v. Comme il faut-Lanciano (B.: ZG Baartz).

Züchter, Besitzer und Reiter in Personalunion ist Markus Merschformann bei der Championesse der Fünfjährigen, Durella v. Duracell-Stakkato. Sie sprang für eine 9,0.

Platz zwei ging mit 8,7 an Cup Cake v. Cup Cooper-Arpeggio (Z.: Hubert Hempen, B.: Ursula Rosendahl) mit Philipp Winkelhaus im Sattel. Carolin Zell ritt auch das Pferd auf Rang drei (8,5): Atlantis v. Arpeggio-Grasco (Z.: Reiterhof Keuper, B.: Philipp Bone).

Dank der einzigen fehlerfreien Runde im Stechen holten Ines Sieveke und Los Angie v. Los Angeles-Quidamo den Titel bei den sechsjährigen Springpferden in den Stall Brinkmann. Züchter der Stute ist Antonius Hartmann.

Alexander Hartmann war es, der im Sattel des Zweitplatzierten saß, Coolman H v. Cornado-Cordobey, gezogen und im Besitz von Alexander Henne. Hier fiel eine Stange im Stechen. Zwei Abwürfe, aber die schnellste Zeit, wurden es bei dem Paar auf Rang drei, Serafine v. Sandro Boy-Coriander unter der Schwedin Nicole Persson.