Die Sire Rankings 2017 – drei deutsche Vererber an der Spitze

Einst ein Erfolgspaar: Andreas Kreuzer und der viel zu früh verstorbene Mecklenburger Chacco Blue.

Der Mecklenburger Chacco Blue v. Chambertin hat sich unter Alois Pollmann-Schweckhorst und Andreas Kreuzer im internationalen Sport bewiesen und verstarb viel zu früh. Nun führt er die Weltrangliste der Springvererber an. (© Julia Rau)

Die Weltzuchtverbandsvereinigung WBFSH hat die „Sire Rankings“ 2017 veröffentlicht, die zeigen, welche Vererber am erfolgreichsten waren. In allen drei olympischen Disziplinen dominieren deutsche Hengste.

Dressur

In diesem Jahr verstarb Vererberlegende De Niro. Wie durchschlagend De Niros Vererbungsqualitäten waren, zeigt einmal mehr das aktuelle Ranking der Dressurpferdeväter weltweit. Noch immer führt De Niro diese Bestenliste an. Und hat über 1000 Punkte Vorsprung auf die Nummer zwei. Für den Hannoveraner aus einer Akzent II-Mutter, der Zeit seines Lebens auf dem Klosterhof Medingen der Familie Wahler wirkte, haben seine Nachkommen 32943 Punkte zusammenpiaffiert.

Auf Rang zwei folgt der Oldenburger Stempelhengst Sandro Hit v. Sandro mit 21475 Zählern vor seinem „Landsmann“ Rubin-Royal v. Rohdiamant mit 17879 Punkten. Für beide Pferde ging es einen Platz aufwärts, für Sandro Hit von drei auf zwei und für Rubin-Royal von vier auf drei.

Der Trakehner Gribaldi v. Kostolany war 2016 noch Zweiter und ist nun Vierter. Bester KWPN-Hengst ist Jazz v. Cocktail, der seinen fünften Platz verteidigt hat. Zehn Plätze aufwärts ging es für den Donnerhall-Sohn Don Frederico. Der Hannoveraner, Vater beispielsweise vom German Master Don Johnson (Isabell Werth), konnte sich von Rang 16 auf sechs vorschieben.

Einen noch größeren Sprung machte Sir Donnerhall v. Sandro Hit: Von Rang 25 auf die sieben. Stedinger, ein weiterer Sandro Hit-Sohn und Vater unter anderem von Bernadette Brunes Spirit of the Age, konnte sich von Platz 15 auf acht schieben.

Zwei Plätze abwärts ging es hingegen für den Rheinländer Florestan v. Fidelio. Im Vormonat noch Siebter ist nun Neunter. Dahinter rangiert der Donnerhall-Sohn und Weihegold-Vater Don Schufro (der dritte Donnerhall-Sohn unter den Top Ten!), der im Vorjahr noch Neunter gewesen war.

Die Rangierung ist auch ein großer Erfolg für das Oldenburger Zuchtgebiet. Neben Sandro Hit und Rubin Royal tragen nämlich auch Sir Donnerhall, Stedinger und Don Schufro das „O“ auf dem Schenkel.

Springen

Gipfelstürmer unter den Springhengsten ist der Mecklenburger Chacco-Blue v. Chambertin. 2016 noch Achter, liegt er nun mit 20721 Zählern in Führung. Er verdrängte damit Diamant de Semilly v. Le Tot de Semilly vom ersten Platz. Der Selle Français-Hengst ist nun Zweiter mit 18575 Punkten. Der Vorjahres-Zweite, der Hannoveraner For Pleasure v. Furioso II, rutschte auf Rang drei (14240). Und auch für den „westfälischen Belgier“ Cornet Obolensky v. Clinton ging es eins abwärts, von der drei auf die vier (13812).

Holsteins Aushängeschild Casall v. Caretino, der 2017 beim Hamburger Spring-Derby seinen furiosen Abschied aus dem Sport zelebrierte, konnte Rang fünf verteidigen. Ebenso erging es dem Belgier Kashmir van’t Schuttershof v. Nabab de Reve mit Platz sechs.

Siebter ist nun der KPWN-Hengst Kannan v. Voltaire, im Vorjahr noch Fünfter, und Achter der französisch gezogene Baloubet du Rouet v. Galoubet A vor seinem Oldenburger Sohn Balou du Rouet. Das Schlusslicht bildet der Selle Français-Hengst Quidam de Revel v. Jalisco B, der 2016 noch Elfter war.

Vielseitigkeit

An der Spitze der Vielseitigkeitsvererber steht wie im Vorjahr der Holsteiner Contender-Sohn Contendro mit 1185 Punkten vor dem Selle Français-Hengst Jaguar Mail v. Hand in Glove xx (761) und dem Vollblüter Master Imp xx v. Imperius xx (701). Sowohl Jaguar Mail als auch Master Imp xx konnten sich verbessern, Jaguar Mail von Rang vier auf zwei und Master Imp xx von Rang sechs auf drei.

Von Platz 20 auf vier aufwärts ging es für den in Irland gekörten Belgier Ramiro B v. Calvani. Einen noch größeren Sprung machte der Ire Puissance v. Imperius xx. Er katapultierte sich von Rang 66 auf fünf. Abwärts ging es hingegen für Heraldik xx. Der Vollblüter v. Caramel xx war 2016 noch Zweiter und ist nun Sechster.

Der ebenfalls in Irland wirkende Lux konnte sich von Platz 13 auf die sieben schieben. Auch post mortem noch ein gigantischer Vererber ist Cruising v. Sea Crest. Der irische Schimmel ist nach Platz 26 im Vorjahr nun die Nummer acht.

Oldenburgs Balou du Rouet v. Baloubet du Rouet hat gezeigt, dass er nicht nur für den Parcours ein Spitzenvater ist, sondern auch brauchbare Vielseitigkeitspferde liefert, unter anderem Reve du Rouet von Sarah Bullimore.

Das Schlusslicht der Top Ten der Vielseitigkeitsvererber bildet der Trakehner Grafenstolz v. Polarion, der seine Karriere auf dem Gestüt Birkhof in Baden-Württemberg begann, ehe er nach England verkauft wurde.

Alle Listen finden Sie hier.

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