Die WBFSH Sire Rankings 2020: Neue Spitzenreiter in Dressur und Vielseitigkeit

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Michael Jung und Grafenstolz 2006 in Schenefeld (© Julia Rau)

Erstmals ist Hans Peter Minderhouds Olympiahengst Johnson der beste Dressurvererber der Welt. Und in der Vielseitigkeit hat ein Trakehner Hengst den Spitzenplatz erobert.

2019 war er die Nummer zwei, nun steht er ganz oben: der 2019 aus dem Sport verabschiedete KWPN-Hengst Johnson v. Jazz-Flemmingh, unter Hans Peter Minderhoud selbst mehrere Jahre lang eine der Säulen des Oranje-Teams. Zu seinen erfolgreichen Nachkommen zählt beispielsweise Meggle’s Boston mit Matthias Bouten. Oder der Wallach Bolero der Schwestern Barbançon. Oder Ben Johnson von Marlies van Baalen.

Johnsons Vater Jazz, der im Vorjahr noch die Nummer eins war, ist nun Zweiter. Die Tatsache, dass einer seiner Söhne nicht nur selbst Olympiapferd war, sondern ihn nun auch noch mit seinen Nachkommen überholt hat, spricht für sich, was die Vererbung des Dunkelfuchses angeht.

An dritter Stelle rangiert nach wie vor Sandro Hit, Vater von unter anderem Dorothee Schneiders Showtime, gefolgt von Quaterback, der sich um einen Platz verbessern konnte. Einen großen Sprung nach vorn machte Florencio – von elf auf fünf. Vivaldi war Neunter und ist nun Sechster. Fidertanz rangiert erneut an siebter Stelle. Don Schufro konnte sich um zwei Plätze verbessern. San Amour machte ebenfalls einen großen Satz von 16 auf neun. Und Evergreen De Niro ist nach wie vor in den Top Ten, jetzt an zehnter Stelle.

Springen

Bei den Springhengsten hat sich an der Spitze nichts getan. Chacco-Blue führt nach wie vor mit überwältigender Dominanz – 18438 Punkte zu 11375, die die Diamant de Semilly-Kinder für ihren Vater zusammensprangen. Der französische Spitzenvererber ist damit wie im Vorjahr Zweiter.

Auf Rang drei konnte sich Toulon um einen Platz verbessern. Mylord Carthago machte sechs Plätze gut und ist nun Vierter, gefolgt von Casall, der im Vorjahr noch Dritter war.

Berlin sprang von Rang neun auf sechs. Kashmir van’t Schuttershof büßte hingegen einen Platz ein und ist nun Siebter. Cardento konnte seinen neunten Platz verteidigen. Nabab de Reve rutschte von Rang sieben auf neun. Und der Holsteiner Diamant de Semilly-Sohn Diarado ist neu in den Top Ten. Für ihn ging es zehn Plätze aufwärts von Rang 20 auf Platz zehn.

Vielseitigkeit

Der Trakehner Hengst Grafenstolz v. Polarion, der seine eigene Karriere einst unter Michael Jung begann, ist neuer Spitzenhengst in der Vielseitigkeit. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass seine Kinder keineswegs nur im Busch in der schweren Klasse hoch erfolgreich sind. Die FN verzeichnet aktuell 13 S-erfolgreiche Nachkommen in der Dressur, sechs im Springen und acht in der Vielseitigkeit. Zu den bekanntesten zählen Gina K von Falk Filipp Finn Westerich, Guccimo R unter Jérôme Robiné, Monsieur Schnabel von Malin Hansen-Hotopp oder auch Basmati von Andrew Hoy.

Diarado konnte mit seinen Kindern nicht nur im Parcours punkten. Diejenigen, die im Busch gelandet sind, machten ihren Vater zum zweitbesten Vielseitigkeitsvererber der Welt. Vorher war er Sechster. Dem dritten Platz verteidigte Jaguar Mail.

Der Vorjahres-Erste, Chipmunk-Vater Contendro, ist nun Vierter, gefolgt von Obos Quality, der sich um fünf Plätze verbesserte. Ebenso erging es Diarados Vater Diamant de Semilly (der ja unter anderem Sandra Auffarths Viamant du Matz brachte). Neu auf der Liste sind Nouma d’Auzay und Vivendi. Mighty Magic war im vergangenen Jahr 21. und ist nun Neunter. Von Rang 22 auf Platz zehn verbesserte sich Landos, der Holsteiner, der unter anderem Vater von Mark Todds Leonidas ist.

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