FN-Statistik 2019: So steht es um die deutsche Pferdezucht

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(© www.toffi-images.de)

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat eine Statistik für das Zuchtjahr 2019 veröffentlicht. Während die Zahlen bei den Warmblütern weitestgehend stabil sind, ist bei den Ponys ein klarer Abwärtstrend erkennbar.

Weniger Stuten, weniger Bedeckungen: So lautet das Fazit für die deutsche Pferdezucht im vergangenen Jahr. Zumindest, wenn man die Statistik rasseübergreifend betrachtet. Denn während sich in der Warmblutzucht die Zahl der eingetragenen und der neu registrierten Zuchtstuten sogar minimal erhöht hat, war sie über alle Rassen hinweg gesehen dennoch rückläufig. Die Fakten: 2018 gab es deutschlandweit noch 81.140 Zuchstuten, im letzten Jahr waren es nur noch 80.873. Auch die Bedeckungen sind entsprechend weniger geworden (2018: 45.202 / 2019: 43.287).

Immerhin: Bei den Warmblütern sind etwa 150 Fohlen mehr zu Welt gekommen als noch im Vorjahr. Auch bei den Schweren Warmblütern und Kaltblütern gab es ein leichtes Plus zu verzeichnen. Weitaus weniger rosig sieht es allerdings für die Ponyzucht aus. Die Zahl der Bedeckungen sank 2019 um nahezu acht Prozent, was etwa 700 Fohlen weniger entspricht. Besonders betroffen sind die Deutschen Reitponys, Islandpferde und Shetland Ponys – diese drei Rassen sind zugleich die populärsten in Deutschland.

FN-Zuchtleiter Theodor Leuchten kommentierte diese Entwicklung wie folgt: „Das erleben wir ja hautnah in vielen Bereichen von Pferdesport und Pferdezucht. Im Sport werden die Starterfelder der Springpferde sowie der Spring- und Vielseitigkeitsponys bei den Bundeschampionaten immer kleiner. Es sind aber auch einige andere Ponyrassen betroffen, was sicherlich auf viele Faktoren zurückzuführen ist. Ich denke da an die sich verändernden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Erhöhung von Futterkosten und Weideland oder die zunehmenden Auflagen bezüglich Düngeverordnung, Leitlinien zur Pferdehaltung etc.. Und nicht zuletzt spielt hier sicher auch der demografische Wandel eine Rolle. Wir haben einfach weniger Kinder und Jugendliche in Deutschland.“

Noch mehr Zahlen

Ein weiterer Trend lässt sich über alle Rassen hinweg feststellen: Auch die Zahl der gekörten Hengste ist rückläufig. Nichtsdestotrotz haben in 2019 mehr Hengste eine Leistungsprüfung absolviert. Die Sportprüfungen und 14-Tage-Tests  konnten einen Zuchwachs an Teilnehmern verzeichnen, die 50-tägige Veranlagungsprüfung wurde hingegen seltener genutzt.

Alle Zahlen der Zuchtstatistik können Sie im FN-Shop kostenlos herunterladen.

Quelle: fn-press

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