Fünf Prämienhengste bei den Springern der Oldenburger Körung 2020, Siegerhengst v. Catoki

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Heute waren die Springhengste dran in Vechta. 33 Youngster hatten sich um ein positives Körurteil des Springpferdezuchtverbands Oldenburg International beworben, zwölf wurde es erteilt. Und fünf wurden herausgestellt.

Zum Siegerhengst ernannte die Körkommission die Katalognummer fünf v. Catoki-Balou du Rouet-Drosselklang II aus der Zucht von Hendrik Hüsker, Syke. Der Hengst begeisterte nicht nur mit elastischem, kraftvollen Springen bei guter Technik, sondern auch mit seinem erkennbar gutem Interieur. Hellwach, aber ganz in Ruhe zeigte er sich „immer souverän“, wie Oldenburgs designierter Zuchtleiter, Bernhard Thoben, es ausdrückte. „Er wusste immer genau, was zu tun ist, zeigte sich unheimlich locker und im Seitenbild von seinem Vater Catoki geprägt“, so Thoben weiter. Catoki, der ja seinerzeit selbst diverse internationale Siege auf höchstem Niveau unter Philipp Weishaupt feiern konnte, und nun im Gestüt Zangersheide stationiert ist. Und was Catokis Vererbung angeht, muss man eigentlich nur zwei Namen nennen: Catch me if you can und Contanga.

Reservesieger wurde die fantastisch kraftvoll springende Katalognummer 11 v. Comilfo Plus Z-Clinton-Cassini (Z.: Josef Hüpen in Straelen), ein mächtiger Schimmel, der wie Bernhard Thoben ausführte „schon mit gutem Fundament auf dem Pflaster überzeugen konnte“. Begeistert hat er dann, als es ans Springen ging: „Unheimlich viel Kraft und Vermögen“ zeichneten den Hengst, der dabei „sehr gleichmäßig“ sprang und „immer durch den Körper nach oben“. Nicht zu vergessen, das Talent ist genetisch abgesichert. Aus dem Stamm des Hengstes kommen internationale Spitzenpferde, von denen der prominenteste Max Kühners Championatshengst Chardonnay sein dürfte.

Die 1c-Prämie ging an die Katalognummer 2 v. Andiamo Semilly-Corsaro van de Helle-Almox Prints, ein lackschwarzer, edelblutgeprägter Hengst aus der Zucht von Dr. Regine Janßen. „Sehr bedeutendes Seitenbild“, lobte Thoben und fasste zusammen: „Dieses Pferd zeigte sich mit sehr viel Vermögen und trotz seiner Größe mit sehr guter Körperbeherrschung.“ Letzteres könnte auch an seiner Abstammung liegen. Aus dem Mutterstamm kommt nämlich auch die Grand Prix-Stute Girasol, die zunächst unter Nadine Capellmann und später mit Morgan Barbançon im Einsatz war.

Den vierten Platz teilten sich zwei Hengste. Das war zum einen die Katalognummer 16 v. Dia Corrado-Stakkato Gold-Sao Paulo (Z. Friedhelm Albers, Lengerich, B.: Zuchthof René Tebbel). Bernhard Thoben: „Ein typvoller Hengst, bewegte sich sehr locker und sprang zu jeder Zeit durch den Körper.“ Besonders gefreut habe es die Körkommission, dass ein Junghengst wie Dia Corrado, der ja wie dieser Hengst auch auf dem Zuchthof Tebbel zuhause ist, einen Prämienhengst stellen konnte. Damit ist dieser Youngster nun die dritte Generation bei Tebbels, denn der Leistungsprüfungssieger Dia Corrado ist seinerseits ein Sohn des Don Diarado, mit dem Maurice Tebbel zur Bronzemannschaft bei den Weltreiterspielen in Tryon gehört hatte.

Nummer zwei auf Rang vier ist die Katalognummer 27 v. Quabri de L’Isle-Carembar de Muze-Calvaro-Contender aus niederländischer Zucht und im Besitz der Reitsportanlage Dagobertshausen. Ein imposanter Dunkelfuchs, der seine Olympia-erfolgreichen Vorfahren weder optisch noch am Sprung verleugnen konnte. Wie Bernhard Thoben kommentierte: „Internationales Pedigree eines Pferdes, das sehr leichtfüßig durch den Körper, mit viel Übersicht und genügend Abdruck sprang.“

Weitere gekörte Hengste

Noch x weitere Hengste wurden gekört:

  • Nr. 3 v. Bentley van de Heffinck-Lordanos-Cannavaro (Z.: Vanessa Meyer, A.: Stephanie Kötter-Gribbe)
  • Nr. 6 v. Cellestial-Canoso-Capriol (Z. u. A.: ZG Dassel)
  • Nr. 8 v. Checkter-Ustinov-Contender (Z.: Arndt Schwierking, A.: ders. und Sportpferde Stevens)
  • Nr. 12 v. Conthargos-Calypso II-Picard (Z. u. A.: Rudolf Gärtner)
  • Nr. 22 v. Harley VDL-Clinton-Ladalco (Z.: H. v. d. Weerdt, A.: Georg Wilbers)
  • Nr. 25 v. Levisto-Chin Chin-Laudanum xx (Z.: Wim van Hoof, Niederlande, A.: BG Diekmannshemke & Meyer)
  • Nr. 31 v. Vagabond de la Pomme-Numero Uno-Quidam de Revel (Z. u. A.: Böckmann Pferde GmbH)

Hauptprämien 2020

Im Anschluss an die Körung und vor der Bekanntgabe der Rangierung der Prämienhengste wurden die Hauptprämien 2020 verteilt. Zum Hauptprämiensieger wurde ein Hengst ernannt, der in Vechta schon einmal von deutlich mehr Zuschauern frenetisch gefeiert worden war: der Schimmel For Treasure v. For Pleasure-Carthago, der hier einst als Reservesieger ausgezeichnet worden war und in seinem ersten Fohlenjahrgang sportliche Nachkommen präsentierte, die sich locker bewegten und mit raumgreifenden Galopp punkten konnten, so die Beschreibung von Bernhard Thoben.

An zweiter Stelle rangierte Baggio v. Brantzau-Casall (Z.: Birgit Becker, Metelen) vom Gestüt Sprehe, ein Hengst, der in sich schon vor maskuliner Kraft strotzt und wie Bernhard Thoben ausführte auch sehr kraftvolle Fohlen aus seinem ersten Jahrgang präsentieren konnte.

Den dritten Platz teilten sich Charthago Blue v. Chaccato-Carthago Z, gezogen von Henrik Klatte und aufgestellt auf der Station Klatte und der Anglo-Araber Flic en Flac YY v. Shaman du Yam’s-Mokkaido AA aus französischer Zucht und aufgestellt bei Josef Kathmann.

 

 

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