Hannoveraner Fohlenauktion mit knapp 8500 Euro Durchschnittspreis

Während der derzeit erfolgreichste Vertreter der Hannoveraner Dressurpferdezucht, der Hengst Desperados unter Kristina Bröring -Sprehe, dabei war, in Aachen Geschichte zu schreiben, wurde in Verden womöglich bereits sein Nachfolger gefunden.

Der Tageshöchstpreis von jeweils 27.000 Euro wurde jeweils für zwei Dressurtalente bezahlt: für das Hengstfohlen Casanostra v. Cadeau Noir-Lauries Crusador xx aus der Zucht von Volker Bertram in Schollene und Fine Lady v. Fürst Romancier-Warkant, die von Rüdiger Löer in Weste gezogen und von Maike Weste ausgestellt worden war. Casanostra ging zu einem Hengstaufzüchter in der Nähe von Verden. Fine Lady wechselte nach Bayern. Stanford, der gerade unter Dorothee Schneider Vierter bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde geworden war, stellte das 26.000 Euro-Fohlen Spotify, ein Rheinländer aus einer Fidermark-Mutter, den Dr. Norbert Grittern in Heinsberg gezogen hat. Ein weiteres teures Dressurtalent war mit 25.000 Euro Daddy’s Darling v. De Niro-Sandro Hit. Von Züchter Gerold Gögele in Bleckede wechselte er in russischen Besitz.

Das mit 16.000 Euro bestbezahlte Springfohlen Gentleman v. Galan de Semilly-Raphael (Z. und A.: Adolf Brunkhorst, Selsingen) fand eine neue Heimat in Dänemark.

120 Fohlen wurden angeboten, 119 zugeschlagen. Der Durchschnittspreis lag mit knapp 8500 Euro über dem des Vorjahres.

Unter den elf Zuchtstuten entwickelte sich die Hannoveraner Prämienanwärterin Pina Colada v. Perigueux-Cornet Obolensky zum begehrtesten Pferd im Lot. Sie ist tragend von der Nummer eins, der WBFSH-Rankings, Kannan. In Schleswig-Holstein wollte man sie unbedingt haben und investierte 21.000 Euro. Sieben Stuten gingen ins Ausland, vier bleiben hier. Sie kosteten im Mittel gut 12.000 Euro.

Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener kommentierte: „Mit 119 Fohlen war die Kollektion etwas kleiner als in den Vorjahren im August. Man darf aber nicht vergessen, dass wir in den drei vergangenen Auktionen im März, Mai und Juli bereits 150 Fohlen verkauft haben.“ Auch das neue Auktionssystem habe sich bewährt: „Die Kollektion war aufgrund des neuen Auswahlverfahrens deutlich einheitlicher, was Wuchs, Typ und Bewegungsqualität anbelangt. Das kam den Ausstellern entgegen und auch die internationale Käuferschaft hat diese Neuerung honoriert.“

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