Heinz Ahlers neu an der Spitze der Deutschen Hengsthalter

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Thomas Casper, Berthold Steghaus (Vertreter der LVM Versicherungen, die den Verein Deutscher Hengsthalter unterstützt) und Heinz Ahlers. (© hbm)

Vor acht Jahren hatte Thomas Casper, der Chef des Gestüts Birkhof, den Verein Deutscher Hengsthalter ins Leben gerufen und stand seither an dessen Spitze. Nun wurde er abgelöst.

Casper hatte bereits vor einem Jahr angekündigt, sein Amt 2018 niederlegen zu wollen. Nun ist ein Nachfolger gefunden: Heinz Ahlers aus Hatten. Nachdem im vergangenen Jahr Dr. Matthias Görbert als Leiter des Landgestüts Moritzburg in Ruhestand gegangen ist, hat nun seine Nachfolgerin Dr. Kati Schöpke seinen Platz im Vorstand des Vereins Deutscher Hengsthalter eingenommen.

Unter der Ägide von Thomas Casper hatte der Verein in den vergangenen Jahren einiges geschafft. So wurde er 2013 von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) offiziell als Anschlussorganisation mit Sitz und Stimme anerkannt.

Inhaltlich war der Verein Deutscher Hengsthalter z.B. an der Reform der Hengstleistungsprüfungen beteiligt, an der Vereinheitlichung der Röntgenanforderungen auf deutschen Körplätzen sowie der Reduzierung der Tupferproben für Hengste. Dafür musste erst einmal ein EU-Beschluss gekippt werden.

Hilfreich für alle waren auch die Themen Decktaxeninkasso und AGBs für den Einsatz von Tiefgefriersperma.

Thomas Casper ließ die Jahre Revue passieren und kam zu dem Schluss: „Wir sind zwar selten einer Meinung, aber grundsätzlich haben wir in den acht Jahren viele große Ziele erreicht.“

Er werde auch weiterhin als Vorstandsmitglied für den Verein aktiv sein. Vor allem was die Belange des Tierschutzes betrifft, wolle er die Vereinsarbeit weiterhin unterstützen. Casper ging auch auf die Gründe für seinen Entschluss ein. So bedeute es für ihn jedesmal einen Aufwand von zwei Tagen, wenn er aus seiner Heimat in Baden-Württemberg in den Norden zu den Sitzungen reist. „Das ist schwer mit meinen zwei Betrieben zu vereinen.“

Der Nachfolger

Wie Thomas Casper hat auch sein Nachfolger Heinz Ahlers von der gleichnamigen Hengststation den Ruf, ein ausgezeichneter Pferdemann zu sein. Er stellt in Aussicht: „Wir haben uns einige Projekte für das Jahr 2018 vorgenommen. Es liegt nun an uns, diese weiter nach vorne zu treiben und abzuschließen.“ Ahlers bedankte sich zudem ausdrücklich bei Thomas Casper für dessen großes Engagement im Sinne der Hengsthalter.

Konkret wollen Ahlers und Kollegen in diesem Jahr einheitliche AGBs für den Verkauf von Frisch- und TG-Samen entwickeln. Zudem herrscht unter den Hengsthaltern Einigkeit darüber, dass die derzeitigen Körsysteme modernisiert werden müssen. Außerdem will man bei der FN anregen, dass es beispielsweise demnächst Sporttests im Herbst geben soll. Auch seien die Hengsthalter unisono der Ansicht, dass die Anforderungen an die Junghengste von der Körung bis zur Leistungsprüfung zu überdenken sind. Ferner soll es eine Imagekampagne geben, die zeigen soll, welchen Beitrag die deutschen Hengsthaltungen zum Wohl der Pferde leisten.