Holsteiner Fohlenauktionen: Südamerika auf Shoppingtour

Wechselte in Elmshorn für 30.000 Euro nach Brasilien: Stutfohlen v. Sandro Boy-Acord II.

(© Holsteiner Verband)

Südamerika steht auf Holsteiner! Das ist das Fazit, das man aus den Holsteiner Fohlenauktionen in Behrendorf und Elmshorn ziehen muss, bei denen rund 100 Fohlen im Angebot waren.

Von den 50 Fohlen, die in Elmshorn angeboten wurden, werden 31 Deutschland verlassen und davon gehen zehn nach Südamerika, fünf nach Brasilien, drei nach Argentinien und zwei nach Kolumbien. So auch die beiden teuersten Offerten.

Den Spitzenpreis von 30.000 Euro brachte ein Stutfohlen von Marcus Ehnings Sandro Boy aus einer Acord II-Cantus-Mutter (Z.: Finn Hansen, Haderslev, Dänemark), das eine neue Heimat in Brasilien gefunden hat.
25.500 Euro kostete ein Stutfohlen v. Cassini I-Lord-Capitano (Z.: ZG Inken und Manfred Johannsen, Tornesch). Das Stütchen, das nach Kolumbien ging, hat eine berühmte Mutter: Geliebte wurde von der Züchterin Inken damals noch Johannsen, heute Gräfin von Platen Hallermund, einst auf internationaler Ebene in der Vielseitigkeit vorgestellt.
Teuerstes Hengstfohlen war ein Casall-Cassini-Cor de la Bryère-Sohn (Z.: Hans-Werner Trost, Brunsbüttel), dessen Großmutter eine Vollschwester zum international erfolgreichen Springpferd Cadett ist (Ashley Bond, USA). Er wurde für 16.000 Euro nach Spanien verkauft.

Insgesamt brachten 13 Fohlen einen fünfstelligen Betrag, der Durchschnittspreis betrug 8222 Euro und damit war Norbert Boley, Geschäftsführer des Holsteiner Verbandes Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung, äußerst zufrieden: „Die Auktion konnte nicht besser laufen“, kommentierte er.

Das teuerste Fohlen in Behrendorf kam für 19.000 Euro unter den Hammer und ging ebenfalls nach Brasilien. Das Stutfohlen stammt ab v. Quirado-Cassini-Corrado und wurde von Hans-Karsten Ingwersen in Haselund gezogen.
Im Flugzeug nach Brasilien wird’s eng. Auch das zweitteuerste Behrendorfer Fohlen fand Käufer von dort, die 17.500 Euro investierten. Es handelt sich um eine C-Indoctro-Aljano-Alcatraz-Tochter (Z.: Dr. Hansjörg Andresen, Simonsberg). Das Fohlen kam per Embryo-Transfer zur Welt. Seine Mutter, Quante, war unter Janne-Friederike Meyer in Springprüfungen bis zur Kl. S** erfolgreich.

Der Durchschnittspreis in Behrendorf belief sich auf rund 6.650 Euro. Ein Ergebnis, das den Vorsitzenden des Körbezirks Nordfriesland, Karl-Jochen Maas, nicht ganz befriedigte: „Wir haben gute Fohlen gehabt und es waren auch genug Kunden anwesend“, sagte er. Er will sich nun mit den Züchtern zusammensetzen, um Ursachenforschung für das Ergebnis zu betreiben.

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