Holsteiner Stutenkönigin: Daggi, die Enkelin von Taggi

Sportliches Pedigree war neben Exterieur-Qualität bei der Verbandsstutenschau in Elmshorn gefragt.

 

Sie ist schön, weiß sich zu bewegen und stammt aus bester Holsteiner Sportfamilie: Daggi, die Siegerin der  Verbandsstutenschau in Elmshorn. Sie ist eine Calido-Tochter, deren Mutter Orchidee eine Vollschwester des international erfolgreichen Hengsts Cartani ist und damit eine Enkelin der legendären Landgraf-Tochter Taggi (Mannschaftsweltmeisterin 1994 und Einzelbronzemedaille bei den Weltreiterspielen in Den Haag). Deren Reiter Sören von Rönne ist auch Züchter, Aufzüchter und Besitzer von Daggi. Zur ersten Reserve kürte die Jury die auffallende Schwarzbraune Dynastie D, eine der elf Casall-Töchter in Elmshorn, aus einer Indoctro-Lord Calando-Mutter, Züchter und Besitzer  Gabriele Dehn aus Schwesing. Die athletische bunte Fuchsstute Danessa VA, gezogen und im Besitz von Manfred von Allwöhrden, wurde zweite Reservesiegerin. Vater Catoki, Großvater Casall und Urgroßvater Carolus I haben sich  alle drei im Spitzensport bewährt Holsteiner Zuchtprogramm in Reinkultur.

Deutlich über dem Normalmaß lag die Bewegungssiegerin Diadem v. Casall-Cassini I- Lavall I , die mit ihrer Größe (1,76 Meter) gleichwohl souverän umging, sich kraftvoll, energisch und dabei durch und durch elastisch bewegte. Züchter ist Detlef Hennings, Besitzer Reiner Detlef Henning aus Bendorf. Als beste Halbblutstute wurde Darona VA geehrt, ebenfalls aus der Zucht von Manfred von Allwöhrden, eine von drei Töchtern des einzigen Vollblüters, der hier als Vater auftauchte, Ibisco xx, aus einer Casall-Alcatraz-Mutter. Alle drei verfügten über die großlinige Eleganz ihres Vaters.

63 von rund 450 Stuten, die auf den regionalen Schauen ausgewählt wurden, stellten sich in sieben Ringen den Richtern, 14 wurden für den Endring ausgewählt. Es dominierten sportliche Modelle, zwei Drittel hatten bereits den Stutentest abgelegt und konnten deswegen an Ort und Stelle den Titel Staatsprämie in Empfang nehmen. Lars Gehrmann, Geschäftsführer des Trakehner Verbandes, lobten die Ruhe und Gelassenheit, mit der die meisten der Stuten ihren Auftritt absolvierten, wie selbstverständlich sie sich hinstellten. Er hätte sich die Entscheidung manchmal etwas knapper gewünscht, was heißen soll, dass es eine deutliche Spitzengruppe gab,  die sich von Rest abhob.