Holsteins Beste heißt Hevita

Holsteiner Stutenschau

(© Bugtrup)

In Elmshorn wurden in den vergangenen Tagen die Holsteiner Pferdetage gefeiert – unter anderem mit der Wahl einer Stutenkönigin aus gutem Hause.

Hevita heißt die Siegerin der diesjährigen Verbandsstutenschau in Elmshorn. Die Quickfire-Carthago-Tochter wurde gezogen und vorgestellt von Reimer Detlef Hennigs aus Bendorf, sicherlich Holsteins erfolgreichster Zuchtbetrieb was die Präsentation erstklassiger Stuten angeht.

Die schlichte Braune hat eine sehr gute Leistungssprüfung abgelegt, gefiel durch Harmonie und Korrektheit und kommt dem Ideal eines Leistungsmodells sehr nahe. Mit 1,67 Meter Stockmaß war sie im mittleren Maß, verfügt gleichwohl über eine große Übersetzung im Schritt und Trab. Hevita ist bereits tragend von For Pleasure.

Erste Reservesiegerin wurde Helene II v. Contendro-Caretino, Züchter und Besitzer Norbert Schmuck aus Henstedt Ulzburg. Die bedeutende, großrahmige und sehr korrekte Stute hatte in ihrer Stutenleistungsprüfung im Springen eine 10 bekommen, vom Fremdreiter eine 9,5 und so was fällt natürlich zu Recht auch bei einer Eliteschau ins Gewicht. Sie soll in diesem Jahr nicht gedeckt werden, sondern auf der Weide noch Zeit bekommen, erwachsen zu werden. „Aber sie bleibt auf jeden Fall in der Zucht“, sagt Norbert Schmuck.

Die Dunkelschimmelstute Himmel MCF ging als zweite Reserve aus dem Ring, eine hochelegantes Pferd mit schönem Seitenbild und viel Tritt. Züchter und Besitzer ist der US-Amerikaner Dr. Steven Passmann, geboren und aufgewachsen ist die Stute in Holstein.

Beste Bewegungsstute

Den Sonderehrenpreis für die beste Bewegungsstute bekam Heaven v. Ampere-Quite Capitol, gezogen und im Besitz von Heike Magens, Elskop. Ihrer väterlichen Dressurabstammung entsprechend imponierte die 171 cm-Stockmaß messende Braune mit einer großen Übersetzung und imponierender Halsung.

Zahlen und Fakten

Die 51 zugelassenen Stuten, von denen sich 48 den Richtern Dr. Thomas Nissen, Heino Kracht und Friedrich Wettberg vorstellten, waren auf den Stutenschauen im Lande aus 400 Kandidatinnen ausgewählt worden. Um es bis nach Elmshorn zu schaffen und damit in die Riege der Staatsprämienstuten, musste sie mindestens 50 Punkte in der Bewertung der Einzelkriterien und ein 8 für den Typ erzielt haben. Wie in den Vorjahren dominierte der Hengst Casall auch dieses Lot, war mit acht Töchtern vertreten, drei erreichten den Endring. Insgesamt hatten die 51 Stuten 31 verschiedene Väter.

Das meint der externe Beobachter

Der diesjährige Berichterstatter, der bayerische Landstallmeister Dr. Eberhard Senckenberg, betonte die Sportlichkeit des Jahrgangs, bemängelte gelegentlich die etwas „instabilen Oberlinien“. Aber die Schau habe gezeigt, dass die Zucht auf Springen nicht zwangsweise auf Kosten von Bewegungsgüte und Ausstrahlung gehen müsse.

Fohlenauktion

Nach der Stutenpräsentation wurden 26 Fohlen für insgesamt 211.500 Euro versteigert. Den Spitzenpreis von 20.000 Euro erzielte ein Stutfohlen von Catch-Casall, dass nach Frankreich ging.

 

 

 

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