KWPN-Körung 2022 mit neun Prämienhengsten, vier aus dem Dressur- und fünf aus dem Springlager

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Gestern ging die KWPN-Körung zu Ende, bei der die Kommission mit Prämien wesentlich geiziger war, als man es von deutschen Körplätzen gewohnt ist.

Insgesamt wurden von mehreren hundert Hengsten nur neun prämiert. Aus dem Dressurlager waren das vier Hengste, von denen drei aus demselben Züchterstall kommen. Die große Gewinnerin dieser KWPN-Körung war somit Willeke Bos und ihr Stal 104. Zumal sie auch noch zwei weitere gekörte Hengste stellen konnte.

Ihre Prämienhengste im Dressurlager waren diese:

  • der Dunkelfuchs One-Two-Three v. Vivaldi-D-Day, der seinen Namen nicht von ungefähr hat. Er ist der dritte gekörte Vollbruder aus der Tolivia neben Burg-Pokalsieger und Starvererber Vitalis sowie dem bei Helgstrand stationierten My Vitality.
  • Opoque v. All At Once-Davino, der bereits zur Hälfte an Andreas Helgstrand verkauft ist.
  • der ebenfalls v. All At Once abstammende Otazu, dessen Mutter Atilinda v. Negro in der leichten Tour im Einsatz ist. Er ist der mütterliche Halbbruder des Hengstes Jameson RS2 v. Zack.
  • Und schließlich der Escamillo-Sohn Omar Sharif aus der Khloé Platinum v. Ferguson. Die Mutter ist die Vollschwester der Bronzemedaillengewinnerin bei der WM in Verden, Lightning Star.

Prämierte Springhengste

Bei den Springhengsten sind fünf Hengste prämiert worden. Egbert Schep, der bei der DSP-Körung zwei Prämienhengste hatte, ist auch diesmal bei den Prämien dabei. Er stellte mit Oberon ES v. Nixon van het Meulenhof- Mosito van het Hellehof einen „gut entwickelten Hengst mit guter Anbindung, der sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Besichtigung überzeugend gesprungen ist“, so das Urteil der Körkommission. Die Urgroßmutter des Hengstes, Maxime O v. Lauriston-Landadel, stellte mit Clintissima v. Clinton und Aquila HDC v. Ovidius zwei internationale Fünf-Sterne-Pferde.

Aus dem Gestüt VDL kommt Oreo VDL v. Zirocco Blue-Emilion. Er verfüge über „Größe und Statur“ und sprang „gut bergauf und nach vorne“. Der Hengst hat mit der Baloubet du Rouet-Tochter Doklahoma eine auf 1,60 Meter-Niveau erfolgreiche Schwester und weitere international springende Verwandtschaft. Die zweite Mutter, Oklahoma v. Contender-Landgraf, ist die Mutter von Richard Vogels Nationenpreissieger Floyo, der zuletzt ja unter Yuri Mansur sprang, für dieses Jahr aber bei der FEI gar nicht als aktiv gemeldet ist.

Der dritte im Bunde der Prämierten ist Over The Top, ein Sohn des Carambole aus einer Dantos-Mutter, der bei den Raeven Sporthorses gezogen wurde. Die Körkommission lobte ihn als einen „sehr ansprechenden Hengst mit guter Anbindung“. Besonders bei der zweiten Besichtigung habe er sich gut gezeigt, seinen Körper gut benutzend mit Kraft und guter Technik.

Nummer vier ist Hashtag Who Else Z v. Heartbeat-Comme il faut (Z.: Alexandra van der Peijl) – ein Hengst, der „funktionell, ohne spektakulär zu sein“ sprang, wie die Kommission befand. Dabei habe er viel Engagement und Übersicht an den Tag gelegt. Aus der dritten Mutter, Astralia v. Silverstone-Lux Z, gibt es bereits zwei international in 1,60 Meter-Springen erfolgreiche Pferde.

Und schließlich wurde bereits am ersten Tag Oska JDV v. Cape Coral RBF Z-Cardento (Z.: Jean Dresen) aus dem Stall Hendrix prämiert. Hier lautete die Beschreibung: „Dieser moderne, ansprechende Hengst galoppiert mit viel Abdruck und Balance. Beim Springen zeichnet er sich durch seinen Eifer, seine große Vorsicht und seine athletischen Fähigkeiten am Sprung aus.“ Aus der Großmutter Zoelina v. Coriano-N-Aldato kommen mehrere international erfolgreiche Pferde, zum Beispiel der mit dem Iren Brian Cournane auf höchstem Niveau erfolgreiche Dino v. Vingino.

Weitere Infos: kwpn.nl

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