Marbacher Wochenende: Spitzenpferd Cosmpolitan, Prämienhengste v. Antango und Colorit

Das Marbacher Wochenende war ein voller Erfolg. Die Auktionspreise konnten sich sehen lassen und bei der Sattelkörung fand die Kommission zwei würdige Prämienhengste, ging ansonsten aber sehr selektiv vor.

Nicht ganz unerwartet avancierte der dreijährige Cosmopolitan v. Concetto-Larimar zum Spitzenpferd der Auktion. Der von der PBM Pfefferle GmbH gezogene und ausgestellte Wallach war dieses Jahr Landes– und Süddeutscher Champion geworden. Für 85.000 Euro wechselte er in australischen Besitz, wird aber künftig in Vechta weiter ausgebildet werden, bei der Schöffner Dressage Gbr.

Zweitteuerstes Pferd und zugleich teuerster der gekörten Hengste war der Antango-Sandro Hit-Sohn Arogato. Er kam bei der ZG Riß in Medlingen zur Welt und wurde von Matthias Riß ausgestellt. Arogato war als Landeschampion in Marbach zur Sattelkörung angetreten, erhielt eine Prämie und wechselte anschließend für 72.000 Euro in dänischen Besitz.

Der ebenfalls gekörte und prämierte Sohn des Colorit aus einer Mutter v. Vivaldi van de Kampel (Z.: Rolf Rittmann, Künsbach) brachte 62.000 Euro. Er glänzte nicht nur mit seiner Qualität am Sprung, sondern überzeugte auch mit seinen Grundgangarten.

70.000 Euro kostete der frisch für die süddeutsche Zucht anerkannte Westfale Spirit of Westfalia v. Sandro Hit-Donnerhall. Gezogen wurde der neunjährige Hengst von Heinz und Elisabeth Schulte, Aussteller war Stefan Göbel in Münster. Ann-Christin Wienkamp hatte den Hengst bis zur schweren Klasse ausgebildet. In dieser Saison ging er zunächst unter Ines Knoll und dann mit Fritz Fleischmann, dem Vermarktungsleiter der Süddeutschen Verbände.

Statistik

Insgesamt wurden 43 Pferde für durchschnittlich 26.244 Euro verkauft. Darunter waren 35 Reitpferde (rund 24.000 Euro Durchschnittspreis) und acht Hengste, drei gekörte und fünf nicht gekörte. Sie kosteten im Mittel knapp 36.000 Euro.

Ins Ausland wechselten elf Pferde, davon vier in die Schweiz. Weitere Kunden kamen aus Abu Dhabi, Australien, Dänemark, Großbritannien, Kanada, Österreich und den USA.

Auktionsleiter Fritz Fleischmann war hoch zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben eine top Verkaufsrate, den Durschnittspreis um über 4000 Euro gesteigert und das freut mich besonders: eine sehr gute Preisstruktur bei den Springpferden. Im Springlot konnten wir unsere Qualität deutlich steigern und sehr gut ausgebildete und zum Teil bereits platzierte Pferde anbieten. Dies zog viele Interessenten nach Marbach und die gute Qualität führte auch zu einer deutlichen Preissteigerung.“

Körung

Olav Krenz

Gekört und prämiert beim Marbacher Wochenende 2017: Conrad v. Colorit. (© Olav Krenz)

15 Hengste stellten sich der Körkommission, bestehend aus Dr. Carina Krumbiegel, Cornelia Back, Hans-Willy Kusserow und Uwe Mieck, sowie der Sportfachfrau Dressur Ina-Katrin Schmid und Sportfachmann Springen Olaf Peters. Gekört wurden drei, anerkannt einer. Neben den oben bereits erwähnten Prämienhengsten Conrad v. Colorit und Arogato v. Antang erhielt auch der dreijährige Diego da Silva v. Don Olymbrio-Rivero II die Zuchtzulassung. Er kam bei Ferdinand Sanladerer zur Welt und stand bereits als Fohlen im Lot der Elite-Auktion. Inzwischen hat er seinen 14-Tage-Test bestanden und war in Reitpferdeprüfungen platziert. Als Aussteller trat das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger auf.

Alle Kör- und Auktionsergebnisse auch unter www.pzv-bw.de.

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