Mares of Macha – neuartiges Zucht- und Verkaufsprojekt von Springreiter Pieter Devos und Partnern

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Belgische Springpferdezüchter setzen vor allem auf eines: Leistung von beiden Seiten, abgesichert durch einen herausragenden Mutterstamm. Auf den Zug kann man nun mit aufspringen und muss dafür keine eigene Weltklassestute besitzen. „Mares of Macha“ macht einen zum potenziellen Super-Züchter.

Hinter „Mares of Macha“ verbirgt sich die Idee, im künstlichen Befruchtungsverfahren gezüchtete TG-Embryos aus Weltklassestuten in Anpaarung mit Spitzenhengsten über eine Online-Plattform zu verkaufen.

Die Käufer lassen die Embryos einer Trägerstute einsetzen. Das Fohlen kommt bei ihnen zur Welt, sie sind die Züchter und können das Fohlen unter ihrem Namen eintragen lassen.

Die Namen der Stuten, die für das Projekt ausgewählt wurden, klingen wie das Who is Who der Springpferdezucht. Da ist beispielsweise Contara v. Contender-Godavari xx, die keine geringere ist als die Mutter des Nummer eins-Hengstes des WBFSH-Sire Rankings, Chacco-Blue.


Die Geschichte dieses Ausnahmehengstes und seiner Vorfahren können Sie übrigens in St.GEORG 5/2019 nachlesen. Das Heft können Sie online bestellen


Dann lebt in der Stutenherde von „Mares of Macha“ auch die Olympiaspringerin Sancha LS v. Chin Chin-Polydor, die mit neun Jahren Daniel Bluman über die Kurse von London 2012 trug und auch bei den Pan-Amerikanischen Spielen in Guadalajara und den Weltreiterspielen in Caen am Start war – neben diversen Siegen und Platzierungen bei Fünf-Sterne-Turnieren wie Genf, Wellington, Hamburg etc.

Die Chin Chin-Quidam de Revel-Tochter Eureka nahm unter dem Sportnamen VDL Groep Eureka van’t Roosakker mit Maikel van der Vleuten (NED) hoch erfolgreich an diversen Fünf-Sterne-Turnieren teil. Sie kommt aus demselben Stamm wie Gerco Schröders London und machte sich als Zuchtstute schnell einen Namen. Fünf ihrer bislang sieben Nachkommen gehen bereits im internationalen Sport. Zudem hat sie zwei gekörte Enkel, darunter Mumbai von Christian Kukuk.

Und in dieser Art geht es weiter mit z. B. Arera C, die unter Maikel van der Vleuten knapp eine Million Euro zusammensprang, Whoopie C, der Mutter von Daniel Deußers Tobago Z, Reine-Fee des Hazalles, der Mutter von Eve Jobs‘ Venue d’Fees des Hazalles usw.

Von einigen Stuten sind bereits Embryonen verfügbar. So gibt es einen Chacco-Blue-, einen Cornet Obolensky- und einen Emerald van’t Ruytershof-Nachkommen aus der Vollschwester zu Eric Lamazes Derly Chin (v. For Pleasure-Nabab de Reve).

Die Vollschwester zu Gerco Schröders London, Vibelle Z v. Nabab de Reve-Chin Chin, wurde angepaart mit For Pleasure, Heartbreaker, Cumano und Mylord Carthago. Und so geht es weiter mit den viel versprechenden Pedigrees.

Pieter Devos ist einer der Initiatoren

Springreiter Pieter Devos holte im vergangenen Jahr Mannschaftsbronze mit dem belgischen Team bei den Europameisterschaften in Rotterdam, ist die Nummer xx der Weltrangliste und „nebenbei“ verdient er seinen Lebensunterhalt mit Obstanbau. Und er ist begeisterter Züchter. Als solcher hat er sich an dem Projekt „Mares of Macha“ beteiligt.

Er berichtet: „Klaas de Coster hat dieses Projekt vor rund drei Jahren zusammen mit einem Freund ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr haben wir als Familie beschlossen, uns daran zu beteiligen. Unsere Erfahrung als Züchter hat uns gelehrt, das gute Pferde aus guten Familien kommen. Von daher glaube ich, dass Zucht und Sport beide von dieser Initiative profitieren.“

Sämtliche Stuten in diesem Projekt seien welche, die er selbst auch gerne im Stall hätte. Sie seien aufgrund ihrer Sporterfolge, ihrer erfolgreichen Nachkommen und ihrer Mutterlinien ausgewählt worden. „Einige der Stuten sind richtige Ikonen, Stuten gegen die ich selbst geritten bin und jetzt können wir ihre Genetik mit den Züchtern teilen.“

Was er sich wünscht? „Ich hoffe, in ein paar Jahren rufen die Züchter mich an und bieten mir an, mit den Nachkommen der ,Mares of Macha‘ Turnier zu reiten!“

Ein Leben wie Königinnen

Klaas de Coster, Hauptberuflich Licht- und Tontechniker bei Turnieren und der Ideengeber dieses Projektes, betont: „Das Wohlbefinden dieser Stuten ist von entscheidender Bedeutung. Die ,Mares of Macha‘ verbringen ihre Tage auf einem Anwesen in Norditalien, wo sie behandelt werden wie Königinnen. Nach ihren erfolgreichen Sportkarrieren sind große Paddocks und Weiden ihr neues Zuhause.“

Daneben sei ihm auch die Transparenz für die Kunden ein großes Anliegen. „,Mares of Macha‘ ist eine Online-Plattform, über die Kunden Embryos auf sichere, einfache und vertrauliche Art und Weise erwerben können.“ Dafür habe man die Stuten in drei Preiskategorien unterteilt.

„Aktuell sind von acht der 14 Stuten Embryos verfügbar. Sobald die anderen Embryos ebenfalls verfügbar sind, erscheinen sie online. Jeder Embryo steht zum Verkauf.“ Man wolle den Kunden nicht selbst Konkurrenz machen, indem man einige für sich selbst behalte.

Weitere Infos zu dem Projekt finden Sie unter www.maresofmacha.com