Matiné: Ende einer kurzen Karriere

Matiné auf der Weide im dänischen Radbol

(© www.bluehors.dk)

Jetzt ist es amtlich: Die immer wieder angekündigte Rückkehr der dänischen Stute Matiné in den großen Sport wird es nicht geben. Die Schimmelstute, die Überraschung der Weltreiterspiele von 2006, soll nun Fohlen bekommen.

Wohl kaum ein Dressurpferd hat die Menschen so beschäftigt wie die dänische Stute Matiné, mit der Andreas Helgstrand bei den Weltreiterspielen in Aachen 2006 überraschend Silber in der Kür und Bronze im Grand Prix Special gewann. Für die einen war die damals neunjährige Silvermoon-Tochter ein Überpferd, für die anderen das perfekte Beispiel eines Pferdes, das nicht über den Rücken ging, die Beine zwar spektakulär hochriss, aber auch konstant mit dem Schweif schlug. Sie war als die Überraschung der Saison im Jahr 2006 am internationalen Dressurhimmel aufgetaucht. Das Video auf youtube ist das am häufigsten angeklickte Dressurvideo des Portals. Mehr als neun Millionen mal ist die Flutlichtkür schon betrachtet worden.
Ihr Platz im Olymp währte freilich nicht lange. Beim Weltcupfinale 2007 soll sich die Stute beim Verladen auf den Transport verletzt haben. Fortan sorgte die Stute nur noch für Schlagzeilen, wenn ein Comeback in Aussicht gestellt wurde, oder aber, wenn eben jenes dann doch wieder abgeblasen werden musste. Auch nachdem Andreas Helgstrand das Gestüt Blue Hors verlassen hatte, war von dem neuen Stalljockey Sune Hansen zu hören, die Stute sei wieder im Training. Nun ist dieses Kapitel endgültig abgeschlossen. Auf der Homepage des Gestüts Blue Hors sind Bilder veröffentlicht, die die Stute auf der Weide zeigen. Sie soll nun Mutter werden, ganz natürlich. Embryotransfer wird dort ausgeschlossen. Als Väter stehen gleich eine ganze Reihe von Vererbern gleich um die Ecke parat: Don Schufro, Romanov Wozu passagierte die Stute in Aachen? Voulez vous coucher avec moi da sollte sich wohl jemand finden im Hengststall von Blue Hors.

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