Mecklenburger Verband verlegt Hauptkörung in den Dezember, Neuerungen in Hannover

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Schrittring der Springhengste auf der Hannoveraner Körung 2019 in Verden (© www.st-georg.de)

Nun sind die neuen Leitlinien für Tierschutz im Pferdesport in Kraft getreten und für die Verbände geht es darum, darauf zu reagieren. Der Mecklenburger und der Hannoveraner Pferdezuchtverband haben ihre geplanten Maßnahmen nun bekannt gegeben.

Der Mecklenburger Pferdezuchtverband hat sich das Wochenende vom 9. bis 11. Dezember für seine Körung ausgesucht. „Um dem erweiterten Tierschutzgedanken der heutigen Zeit gerecht zu werden, wird bereits in diesem Jahr der Zeitpunkt der Hauptkörung in den Dezember verlegt“, schreiben die Mecklenburger in der entsprechenden Meldung. Auf diese Art und Weise könne man auch noch den im Juni geborenen Hengsten die Möglichkeit geben, an der Hauptkörung teilzunehmen.

Zweieinhalbjährige Hengste sollen weiter an der Hand präsentiert werden dürfen. Was den Ablauf anbelangt, soll es bei der Reihenfolge Pflastermusterung, Freilaufen, Freispringen bleiben. Die Hengste werden nicht longiert, „um den Trainingsaufwand der Hengste vergleichsweise gering zu halten“.

Neben den Youngstern an der Hand dürfen wie gehabt auch weiterhin dreieinhalbjährige Junghengste mit und ohne Leistungsprüfung zur Körung vorgestellt werden.

Hannoveraner Verband

Die Hannoveraner werden ihren ganzen Ablauf verändern. Dressur- und Springhengste werden nun, wie auch schon im Vorjahr aufgrund der Corona-Situation, getrennt voneinander beurteilt. Allerdings werden dieses Jahr vier Wochen zwischen den beiden Körterminen liegen und neben den Körungen ist ein Rahmenprogramm geplant. Außerdem sei es durch die zusätzlichen zeitlichen Freiräume aufgrund der Trennung der Disziplinen „durchaus vorstellbar, dass neben den zweieinhalbjährigen Youngstern auch dreijährige und ältere Hengste unter dem Reiter zukünftig die Körkollektion bereichern werden“. Dieses Angebot richte sich insbesondere an Züchter, deren Pferde für die Körung mit zweieinhalb noch nicht weit genug entwickelt waren.

Grundsätzlich wollen aber auch die Hannoveraner an der Körung an der Hand festhalten. „Auch der vergleichsweise geringere Trainingsaufwand für die Hengste im Vergleich zu dem ausschließlichen Angebot von Körungen unter dem Reiter ist Teil der Argumentation“, begründet der Verband dies.

Um den Hengsten trotzdem mehr Zeit zum Reifen zu geben, werden Vorauswahl und Körung etwas nach hinten verschoben. Die Vorauswahlen der Dressurhengste sind für den 1. bis 9. Oktober dezentral geplant. Die Körung findet rund vier Wochen später vom 4. bis 6. November statt. Am Donnerstag steht Freispringen auf dem Plan, am Freitag Dreiecksbahn und Longe und am Sonntag Freilaufen mit Körentscheidung und anschließendem Hengstmarkt.

Die Springhengste werden vom 25. bis 27. Oktober in Verden gesichtet. Gekört werden sie vom 2. bis 4. Dezember, beginnend mit der Pflastermusterung und dem Freispringen am Donnerstag und dann einem zweiten Freispringen mit anschließender Körentscheidung und Auktion.

Begleitet wird die Körung der Springhengste von den Hannoveraner Springpferde Masters für vier- bis siebenjährige Hannoveraner und Rheinländer. Hier sind für Freitag die Finalqualifikationen vorgesehen und Samstag dann die Finals.