Nun doch: Landgestüt Prussendorf soll verkauft werden

Monte Bellini unter Philipp Weishaupt

Philipp Weishaupts Monte Bellini gehörte bis 2013 dem Landgestüt Prussendorf. Dann wurde er an Ludger Beerbaum verkauft. (© Julia Rau)

Der MDR hat gestern im Lokalteil über das Landgestüt Prussendorf in Sachsen-Anhalt berichtet. Erneut wird ein Verkauf des Traditionsbetriebs diskutiert.

Schon 2011 stand die Frage im Raum, ob der staatliche Pferdeszuchtbetrieb verkauft werden soll. Daraus wurde nichts. Darum hat man den Betrieb 2014 in eine GmbH umgewandelt, deren alleiniger Gesellschafter das Land Sachsen-Anhalt war. Das Ziel war es, wirtschaftlicher zu arbeiten. Der Plan ging nicht auf. Nun steht das Thema Verkauf erneut im Raum.

Am liebsten die Immobilie

Derzeit erhält Prussendorf jährlich 300.000 Euro vom Land. Einnahmen erzielt es vor allem durch die Bewirtschaftung der zugehörigen Ackerflächen. Nun sieht der neue Haushaltsbeschluss den Verkauf des Landgestüts vor. Nur so könne der defizitäre Betrieb Geld abwerfen, heißt es in dem MDR Bericht. Das Ziel ist es, in den kommenden zwei Jahren fünf Millionen Euro zu verdienen. Klaus Rehda, Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums, sagt: „Unser Ziel ist es eigentlich, das Gestüt selbst, also die Gebäude zu verkaufen. Was die Grundstücke angeht, wäre es wahrscheinlich sinnvoll, diese im Besitz des Landes zu lassen.“

Der Landtag hat das letzte Wort

Nun wird der Landtag über die Zukunft des Landgestüts beraten, auch darüber, ob die Immobilie veräußert wird oder die Ländereien. Eine Entscheidung über die Angelegenheit soll noch vor Ende des Jahres fallen. Die Mitarbeiter des Landgestüts wurden über die Situation informiert. Wie ihre Zukunft aussieht, ist unklar. Jürgen Laue vom Verband der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt bringt im MDR-Interview seinen Frust zum Ausdruck: „Wenn ich mich daran erinnere, was alles so läuft im Land und was wir uns alles leisten können, dann ist das für mich nicht reell.“

  1. Tille

    Geld ist eben für Flüchtlinge da, doch für Tradition und für den Erhalt der Arbeitsplätzen hat man nichts über. Geld wird sonst viel für Unsinn im Land verbrannt.

    • Bekannt

      Ihr Kommentar hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Artikel zu tun. Sollten Sie den Artikel genau gelesen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, das das Gestüt im Moment mit 300.000€ bezuschusst wird. Schon vor 5 Jahren wurde ein Verkauf erwägt. Die Idee ist nicht neu und hat nichts mit Flüchtlingen zu tun. Verstreuen Sie Ihren Unfrieden bitte woanders.

  2. amena rauf- vater

    Es ist Tradition, Flüchtlinge aufzunehmen ( Ostpreussen etc. ). Arbeitsplätze müssen Sinn machen- nicht mit Steuergeldern subventioniert werden. Oldenburg wird auch nicht subventioniert!


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