Philipp Klingbeil verzichtet auf Zuchtleiter-Stelle beim Westfälischen Pferdestammbuch

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Vorsitzender Ralf Johanshon (rechts) heißt Philipp Klingbeil im Herbst 2019 als künftigen Zuchtleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs in Münster willkommen. (© Westfälisches Pferdestammbuch)

Reißleine gezogen in der Probezeit: Philipp Klingbeil verlässt das Westfälische Pferdestammbuch, bei dem er als Zuchtleiter angestellt war. Persönliche Gründe wurden als Hintergrund der Entscheidung angegeben.

Philipp Klingbeil hatte zum 1. Januar die Stelle als Zuchtleiter beim Westfälischen Pferdestammbuch in Münster-Handorf angetreten. Jetzt wurde bekanntgegeben, dass der 32-Jährige innerhalb seiner Probezeit den Zuchtverband verlassen will. Ende Mai endet damit die kurze Ära von Philipp Klingbeil in Westfalen. Er gehe aus persönlichen Gründen. Vermarktungsleiter Thomas Münch wurde zum kommissarischen Zuchtleiter bestellt. In dieser Funktion hatte er auch schon die Körung 2019 betreut und musste erleben, dass sein „erster Siegerhengst“ gedopt von der Körkommission erschienen war. Münch war auf Wilken Treu gefolgt, der seit 2020 beim Hannoveraner Verband als Geschäftsführer tätig ist.

Vermarktungsleiter und Auktionator Thomas Münch gibt dem Vorstand des Westfälischen Pferdestammbuchs damit nun die„erforderliche Ruhe und Übersicht die Frage der Zuchtleitung dauerhaft“ zu klären. So heißt es in einer Pressemitteilung.

Klingbeil ein „sehr versierter Pferdezuchtexperte“

Der Vorsitzende des Westfälischen Pferdestammbuchs, Ralf Johanshon, drückte sein großes Bedauern über Klingbeils Entscheidung aus: „Wir nehmen die Entscheidung mit hohem Respekt entgegen und haben sie einvernehmlich geregelt. Philipp Klingbeil ist schon in jungen Jahren ein sehr versierter Pferdezuchtexperte, der großes fachliches und persönliches Vertrauen verdient. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg viel Erfolg und alles erdenklich Gute.“

Vor der Position in Westfalen war der Pferde- und Agrarwissenschaftler, der in Göttingen studiert hat, zwei Jahre Assistent der Sächsischen Gestütsverwaltung im berühmten Hauptgestüt Graditz in Torgau. Dort wiederum wird man demnächst Antje Kerber, Noch-Gestütsleiterin des Landgestüts Redefin antreffen.

 

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