Rock Forever I-Sohn westfälischer Siegerhengst

Der Titel des Siegerhengstes bei der westfälischen Körung wurde an einen Sohn des Rock Forever I-Florencio I verliehen. Den Titel des teuersten Hengstes hatte er damit aber nicht in der Tasche. Für den Spitzenpreis von 360.000 Euro wurde der ersten Reservesieger v. Vitalis-Fürst Piccolo versteigert. Insgesamt knackten fünf Hengste die 200.000 Euro-Marke.

Ganz oben auf dem Zettel stand der braune, 1,69 Meter große Rock Forever I-Florencio I-Sohn wohl nicht bei jedem. Der erste wie auch der zweite Reservesieger zogen mehr Blicke auf sich. Doch der Westfale überzeugte mit durch den Körper schwingenden Bewegungen und drei guten Grundgangarten, wobei er vor allem im Schritt und im Trab punktete. Der frisch ernannte Siegerhengst aus der Zucht von Heinz Kuse (Laer) und ausgestellt von Cathrin Beckmann-Meßfeld (Norderstedt) wurde im Anschluss auf der Auktion für 300.000 Euro an das Dressurleistungszentrum Lodbergen verkauft.

Überboten wurde der Siegerhengst vom ersten Reservesieger von Vitalis-Fürst Piccolo, nicht nur beim Auktionspreis, sondern auch in Sachen Szenenapplaus, der immer wieder ertönte. Der westfälisch gebrannte Dunkelfuchs aus der Zucht von Josef Deimel (Erwitte) und ausgestellt von Heinz-Ludwig Ohlemeyer (Minden) ist mit genügend Schulterfreiheit und auch Aktion im Hinterbein ausgestattet. Er wurde für 360.000 Euro per Telefon in die USA verkauft.

Nicht zum Verkauf stand der zweite Reservesieger Goldberg v. Amazing Star-San Remo. Der athletische, hübsche KWPN-Hengst zog vom ersten bis zum letzten Tag alle Blicke auf sich. Seine bergauf angelegten Bewegungen schwingen durch den Körper, im Schritt kam er zum Schreiten. Goldberg stammt aus der Zucht von V.B.B.M. te Poele aus den Niederlanden und wurde vom Gestüt Gut Neuenhof ausgestellt. Er wird seine Beschälerbox nun auf der Hengststation von Ludger Beerbaum in Riesenbeck beziehen.

Der Titel des besten Springhengstes ging an den Westfalen von Balous Bellini-Cornet Obolensky/Power. Der sportliche Braune mit gutem Körperbau überzeugte nicht nur beim Freispringen, dort aber besonders: Er präsentierte sich reaktionsschnell mit viel Übersicht und gutem Abdruck am Sprung. Der 1,64 Meter große Hengst aus der Zucht von Martin Dieckhoff (Telgte) wurde von Ludger und Lutz Gripshöver (Werne) ausgestellt und wird nun dort auch aufgestellt. Sein Bruder v. Balous Bellini-Cornet Obolensky/Pit wurde ebenfalls prämiert.

300.000 Euro war Käufern aus Nordrhein-Westfalen ein westfälisch gebrannter Sohn von Baloubet du Rouet-Weinberg wert. Der Braune fiel zunächst eher durch sein rüpelhaftes Verhalten auf, am Sprung wusste er dann aber zu überzeugen. Ein prämierter Damon Hill-Sandro Hit-Sohn wurde für 240.000 Euro verkauft, ein Sohn des Darco aus einer Quival-Mutter wechselte für 205.000 Euro den Besitzer.

Alle zur Auktion vorgestellten Hengste, 33 gekörte und 5 nicht gekörte, fanden einen neuen Besitzer. Der Gesamtumsatz lag bei 3.190.000 Euro.

Die Ergebnisse finden Sie hier.