Erster Sporttest Dressurhengste: Gaitano und Jovian triumphieren in Münster-Handorf

Hengstleistungsprüfung: 14-Tage-Test

(© Beelitz/St.GEORG)

Hengste mit niederländischen Vätern haben im ersten Sporttest des Jahres 2019 die höchsten Bewertungen erhalten. Der vierjährige Oldenburger Gaitano v. Goldberg und der fünfjährige Apache-Sohn Jovian (KWPN) erzielten die besten Noten. Aber es fielen auch einige Hengste durch.

24 vierjährige Hengste waren angetreten. 23 schlossen den Test ab. Drei Tage müssen die Hengste sich nach dem aktuellen Prüfungsmodus präsentieren. Der Auftakttag gehört dem Akklimatisieren, am zweiten Tag trainieren die eigenen Reiter vormittags unter den Augen der Bewertungskommission. Am Nachmittag ist dann eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A zu absolvieren. Der Abschlusstag ist der Tag des Fremdreiters. Das war Philipp Hess, der mit viel Einfühlungsvermögen eigentlich jeden Hengst noch besser darstellte als unter dem eigenen Reiter. Kommentiert wurde der Ritt von Sebastian Heinze, der stets im genau richtigen Moment den entscheidenden Tipp gab.

Vierjährige Hengste: Doppelsieg für Station Hoffrogge beim Sporttest

Die höchste gewichtete Endnote erzielte der Goldberg-Rohdiamant-Sohn Gaitano. Der vierjährige Oldenburger von der Station Hoffrogge aus Dorsten wurde von Beatrice Buchwald vorgestellt. Mit zwei Neunen für Rittigkeit und Schritt und einer 8,7 für den Gesamteindruck kam er auf eine Endnote von 8,61. Damit rangierte er vor dem Hannoveraner Dancelli v. Dante Weltino-Baroncelli (8,46). Der Braune ist ein Boxennachbar von Gaitano und wurde ebenfalls von Beatrice Buchwald vorgestellt. Er punktete im Galopp (9,0) sowie in Rittigkeit und Gesamteindruck (8,5).

Mit der gewichteten dressurbetonten Endnote 8,38 landete der Hannoveraner Escamillo v. Escolar-Rohdiamant auf Platz drei. Der Prämienhengst der Hannoveraner Körung 2017, stationiert bei Familie Schult im rheinischen Hünxe, hatte im 14-Tage-Test 2018 absolute Höchstnoten erhalten. In Münster trabte er unter seinem Reiter Timo Kolbe nicht immer gleichmäßig, teilweise etwas exaltiert, dann wieder gleichmäßiger – Routine muss der nicht einmal Vierjährige noch bekommen. 8,5 für Rittigkeit und Trab waren seine höchsten Noten.

Drei Hengste erreichten das geforderte Ziel, einen Notendurchschnitt von 7,5, nicht: Der Trakehner Sir Picasso v. Distelzar, der Oldenburger Sezarion v. Sezuan und der Hannoveraner Dresscode v. De Niro.

Jovian überragt alle bei den Fünfjährigen

Der großrahmige Apache-Sohn Jovian hat ein strammes Pensum in diesen Tagen. Am Wochenende ging er bereits unter seinem Besitzer Andreas Helgstrand bei der Hengstvorführung in Vechta. In Münster stellte ihn Eva Möller vor. Schon in der Dressurpferdeprüfung Klasse L konnte die routinierte Championatsreiterin den fünfjährigen Braunen gut darstellen. Am Finaltag knüpfte der niederländische Hengst, Sieger im Sporttest 2018, dort an. „Ein außergewöhnlicher Hengst“, auch der „Fremdreiter war sehr begeistert“, verkündete der Kommentator. Die Noten lagen Lichtjahre höher als die der zwölf Mitbewerber: Trab: 9,5, Schritt: 7,5, Galopp: 9,5, Rittigkeit: 9,5, Gesamteindruck: 9,3, macht unterm Strich die dressurbetonte Endnote von 9,08.

Eva Möller saß auch im Sattel des Dante Weltino-Sohns Dante Quando, Bundeschampion 2018. Die Noten – für den Trab 8,2, Galopp: 8,0, Schritt: 8,5, Rittigkeit: 8,3 und Gesamteindruck: 8,3 – summierten sich zum zweitbesten Resultat: 8,26. Platz drei ging an den Rappen Meridian. Dem Millennium-Sohn vom Gut Staffelde bei Berlin, Vize-Champion des Süddeutschen Championats 2018, wurde ein „ergiebiger und dynamischer Ablauf“ im Trab attestiert (8,5). Die weiteren Noten: Galopp: 8,5, Schritt: 7,4, Rittigkeit: 8,2, Gesamteindruck: 8,5 Endnote: 8,19

Zwei Hengste fielen aus, weil sie beim Fremdreitertest nicht taktrein gingen.

Ergebnisse finden Sie hier.

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