Süddeutsche Siegerhengste an Neustadt/Dosse und Station Tebbel

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Mit 210.000 Euro die Preisspitze der Süddeutschen Hengsttage 2018: Dressursieger v. Dante Weltino. Er wird Laandbeschäler in Neustadt/Dosse. (© Maximilian Schreiner)

Die süddeutschen Siegerhengste 2018 finden neue Ställe im Norden und Nordosten. Der Dressursieger v. Dante Weltino wird im Landgestüt Neustadt/Dosse wirken. Der Springsieger v. Diarado wurde von Privatleuten ersteigert, wird aber bei Rene Tebbel im Stall stehen. Der Dressurchampion wäre beinahe Boxennachbar von Totilas geworden.

Mit 210.000 Euro war der Siegerhengst aus der Abteilung Dressur das teuerst bezahlte Pferd bei den Süddeutschen Hengsttagen. Der Dante Weltino-Fidertanz-Sohn (Z.: Frank Winkelmaier, Buch am Erlbach), der mit einem enorm abfußenden Hinterbein ausgestattet ist, wurde in „Kooperation mit der weltbesten Dressurreiterin Isabell Werth erworben“, vermeldete das Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse nach dem Zuschlag auf seiner Facebook-Seite. „Nach dem Veranlagungstest wird er auf der EU-Besamungsstation in Krumke sein Beschälerdebüt feiern“, heißt es weiter. Das Vorgebot hatte die Hengststation Schafhof der Familie Linsenhoff/Rath. Matthias Rath ersteigerte dann anschließend einen Zalando-Don Diamond-Sohn aus der „P-Familie“ der Weltmeisterin Poetin für 90.000 Euro, der es nicht ins Prämienlot geschafft hatte.

Der braune Siegerhengst, Sohn des EM-Fünften von 2017, dem Oldenburger Dante Weltino, stand an der Spitze des fünfköpfigen Prämienlots im Dressurbereich (eine ausführliche Beschreibung des Körlots der Süddeutschen Hengsttage finden Sie hier). Drei weitere Prämienhengste wechselten für 70.000 Euro (v. Amazing Spirit-Lord Loxley), 60.000 (Württemberger v. Diamond Hit-Don Larino) und 55.000 Euro (Oldenburger v. Franziskus-Belissimo M) den Besitzer.

„Nicht Prämierte“ hoch im Kurs

Elisabeth „Sissy“ Max-Theurer, österreichische Olympiasiegerin, ersteigerte einen gleichfalls nicht prämierten Hengst für 150.000 Euro, einen Fürstenball-Stedinger Sohn mit Hannoveraner Brand. Dieser hoch elastische Schwarzbraune erzielte damit den zweithöchsten Zuschlagpreis aller Hengste. Im Dressurbereich folgten in der Statistik ein mit viel Potenzial für den Dressurpsort ausgestatteter nicht gekörter Van Vivaldi-Quandroneur-Sohn, den Victoria Max-Theurer für 95.000 Euro erwarb, besagter Zalando-Sohn, ein Oldenburger v. Sezuan (72.000 Euro) und ein nicht gekörter Fahrenheit-Sohn, der den vielleicht besten Schritt aller Hengste vor Ort zeigte.

Springsiegerhengst zukünftig bei Rene Tebbel stationiert

Maximilian Schreiner

Spricgsieger v. Diarado-Calido auf den Süddeutschen Hengsttagen 2018 (© Maximilian Schreiner)

Ein kompakter und durchweg sehr gut springender Diarado-Sohn wurde zum Springsieger ernannt. Er wurde nach Veranstalterangaben von Privatleuten ersteigert und ist zukünftig auf der Hengststation von Rene Tebbel stationiert. Der Champion kostete 100.000 Euro. Es war ein Trio prämiert worden, von dem ein weiterer Hengst zum Verkauf stand. Dieser, ein Holsteiner v. Livello, ein tolles Modell mit viel Ehrgeiz und Übersicht am Sprung, wurde für 85.000 Euro an das Landgestüt Marbach verkauft. Im Preisgefüge folgten zwei Hengste aus dem Besitz des Pferdehändlers Heinrich Ramsbrock. Beide, ein Cornet Obolensky-Sohn und ein Brauner v. Stakkato Gold, stehen mit dem Zuschlagpreis 65.000 Euro in den Verkaufslisten.

Insgesamt erwirtschafteten die 26 gekörten Hengste einen Durchschnitt von 60.596 Euro, deutlich weniger als im Vorjahr. 2017 hatten 29 „gekörte“ noch im Schnitt 76.482 Euro gebracht. Bei den „nicht gekörten“ Hengsten wurde für 30 angebotene Pferde mit 24.950 Euro im Durchschnitt mehr als im Vorjahr (22.571 Euro) ausgegeben.

Alle Ergebnisse finden Sie hier

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