Trakehner Körung: Gribaldi macht Kasse

Der neue Trakehner Siegerhengst stammt von Gribaldi-Hohenstein ab und ist in Dänemark geboren. Der Rappe kostete auf der Auktion 300.000 Euro. Noch teurer war der zweite Reservesiegerhengst, ein Gribaldi-Enkel, der an das Gestüt Sprehe und das Landgestüt Moritzburg für 320.000 Euro versteigert wurde.

Der Siegerhengst war der erklärte Liebling des Publikums. Er ist das richtige Pferd zum richtigen Zeitpunkt. Alle Welt redet von bzw. über Totilas, da fällt die Entscheidung, einen väterlichen Halbbruder zum Champion zu küren, leicht. Ein Novum stellt der Rappe insofern dar, als er in Dänemark geboren wurde. Damit ist er der erste nicht deutsche Ostpreuße, der zum Siegerhengst ausgerufen wurde. Schwungvoll im Trab, kraftvoll im Galopp und mit einem soliden, guten Schritt ausgestattet, stand der Gribaldi-Sohn schon recht früh als einer der Favoriten fest.
Zwei, die ihm das Siegen noch hätten gefährlich machen können, waren die beiden Reservesieger: Der an zweiter Stelle rangierte braune Sohn des Interconti (v. Consul-Mahagoni), hochbeinig, edel und damit ein klassicher Trakehner, den man sich auch gut als Veredler in der Warmblutzucht vorstellen kann, und ein wunderschöner Rappe v. Easygame. Letzterer, Muttervater Ravel, bewegte sich mitunter spektakulär. Auch am letzten Tag hatte er noch Biss, Kraft und Energie. Dem Charme dieses 1,70 Meter Stockmaß messenden Hengstes waren viele erlegen. Und dass sich die Ausstrahlung dieses Gribaldi-Enkels auch in Züchterkreisen auszahlen wird, davon gehen wohl auch das Landgestüt Moritzburg und das Gestüt Sprehe aus. Sie ersteigerten den zweiten Reservesieger für 320.000 Euro als teuersten Hengst der Veranstaltung.
Der Reservesieger, dessen Schritt dem Optimum nahe kam, und der zu jedem Zeitpunkt durch seine Elastizität und innere Souveränität bestach, war Burkhard Wahler, dem Chef des Klosterhofs Medingen, 180.000 Euro wert. Der Hengst, ein ehemaliges Auktionsfohlen der Versteigerung beim Bundesturnier in Hannover, sprang elastisch und durch den Körper – ein komplettes Pferd mit dem besonderen Adel seiner Herkunft.
Weitere Infos unter www.trakehner-verband.de

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