Trakehner Verband plant seine Zukunft

Bildschirmfoto 2016-09-16 um 13.16.54

Ende November kamen wichtige Persönlichkeiten aus den Zuchtkommissionen und dem Zuständigkeitsbereich Sport des Trakehner Verbandes zusammen, um zu beratschlagen, wie der Verband sich künftig aufstellen soll. Hier die Ergebnisse.

Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Das waren die zentralen Fragestellungen, die von den Verbandsvertretern an dem Tag erörtert wurden. Das Oberthema des Tages hatte Dr. Norbert Camp als 1. Vorsitzender so formuliert: „Sicherstellung einer langfristigen Zukunftsperspektive für das Trakehner Pferd“. Prämissen seien einerseits die Unabhängigkeit und Eigenverantwortung des Verbandes sowie die Wahrung der Reinzucht und die Positionierung als solche andererseits.

Die Reinzucht soll also gewissermaßen als USP erhalten bleiben. Der Fokus der Zucht soll dabei auf den Disziplinen Dressur und Vielseitigkeit liegen und sich am Spitzensport orientieren. Unterstützt wird die Förderung der Pferde durch Fonds für die Ausbildung talentierter Dressur- und Vielseitigkeitspferde.

Dynamisierung des Zuchtprogramms

Zum einen wird das bereits existierende Zuchtprogramm „Gezielte Paarung“ (GP) weiterentwickelt. Neu ist ein Eliteprogramm. Der Verband plant, „genetisch wertvolle, alternative Genressourcen von sportlichen Leistungsträgern für die Züchter verfügbar zu machen. Ferner sollen moderne Reproduktionsmethoden (Embryotransfer, der Einsatz von TG mit einem zentralen Vorrat) gefördert werden. Das beinhaltet auch einen Leitfaden für die Züchter. Vor allem aber sollen Beratung, Service und Züchterschulung optimiert werden.

Kommentar Dr. Camp

„Das Kolloquium Zucht hat einstimmig eine gemeinsame strategische Ausrichtung der Trakehner Zucht sowie praktische Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt. Details können und sollen weiter diskutiert werden“, so Dr. Norbert Camp. „Jetzt gilt es, die Ideen in die Zuchtbezirke zu tragen, dort einen gemeinsamen Spirit für die Zukunft zu entwickeln und einen Ruck durch die Züchterschaft zu initiieren. Wir sind klein, aber wir wollen die Vorteile des Kleinseins ausspielen: wir wollen innovativ, reaktionsschnell und nah am Züchter sein.“

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.