Verden: Grande-Preis für Edward, Frühjahrs-Auktion mit Spitzenpferd v. Belantis

Beim Hannoveraner Verband in Verden war heute einiges los. Im Auktionsring kamen rund 100 Pferde und Fohlen unter den Hammer. Daneben wurde auch noch der Grande-Preis verliehen – an einen Celler Landbeschäler.

Ein besonderer Tag für Züchter Hans-Heinrich Dittmer aus Radbruch! Der Hannoveraner Verbandspräsident Hans-Henning von der Decken überreichte ihm den Grande-Preis für den von ihm gezogenen Embassy-Fabriano-Sohn Edward. Der Preis wird an Hengste vergeben, die mit ihren ersten Nachkommen im Sporteinsatz Anlass zu der Hoffnung geben, dass sie die Hannoveraner Zucht positiv beeinflussen. Der Celler Landbeschäler ist nicht nur selbst ein vielseitiges Talent, sondern vererbt sich auch genauso.

Unter Charlott-Maria Schürmann sammelte Edward etliche Erfolge in der schweren Klasse und war unter anderem Silbermedaillengewinner mit der Mannschaft bei den Europameisterschaften der jungen Reiter 2013. Abstammungsgemäß stellt er sich aber auch über den Stangen geschickt an. Seine Hengstleistungsprüfung spricht für sich: 142,93 Punkte in der Dressur, 120,72 im Springen.

Es liegt in den Genen

Edwards Mutter, die Staatsprämienstute Fabienne, ist eine reich dekorierte Stute, war einst Siegerin auf der Schau in Luhmühlen und wurde bei der Louis-Wiegels-Schau 2013 prämiert. Edward war ihr drittes Fohlen. Er wuchs in der Aufzuchtstation Hunnesrück auf, wurde nach seiner HLP gekört und zog anschließend im Landgestüt Celle ein.

Obwohl relativ wenig genutzt, konnten seine Nachkommen bislang in allen drei olympischen Disziplinen überzeugen. Mit gerade mal 333 registrierten Nachkommen aus acht Zuchtjahren ist Edward quantitativ gegenüber den Kollegen im Hintertreffen. Aber qualitativ nicht. Das wurde beim Bundeschampionat 2017 deutlich, wo Edward aus seinen ersten Jahrgängen Pferde für alle drei Disziplinen lieferte. Sein Zuchtwert Jungpferdeprüfungen Dressur liegt aktuell bei 137, im Bereich Springen bei 143. Die ersten Nachkommen sind auf dem Weg Richtung Klasse S.

53.000 Euro für die Katalognummer 1

Das teuerste Reitpferd unter den 70 angebotenen und 67 versteigerten Kandidaten war gleich die Katalognummer 1, Bonjour v. Belantis-Sandro Hit. Für 53.000 Euro wechselte der Schimmel aus der Zucht von Sabine Portner, Jork, und ausgestellt durch Heinz Katt, Stade, nach Baden-Württemberg.

Anschließend trabte der bereits fünfjährige und mit ersten Turniererfolgen ausgestattete Fiorello KJ v. Fürst Romancier-Londonderry (Z.: Klaus Jürgens, Sehnde-Bolzum, Ausst.: P & C Sportpferdezucht, Isernhagen) in die Niedersachsenhalle. Sein Zuschlagspreis wurde der zweithöchste: 50.000 Euro, die Kunden aus Hamburg anlegten.

Der Spitzenpreis bei den Springpferden lag bei 43.000 Euro für Charlotta v. Cascadello-Fightig Alpha (Z.: Lotta Aalto, Bargstedt, Auss.: Ulf Plate, Oldendorf). Ihre neue Heimat sind die Niederlande.

Die Reitpferde kosteten durchschnittlich 17.904 Euro, 34 Pferde gingen ins Ausland, also ca. die Hälfte.

Die Fohlen

Unter den 31 Fohlen war ebenfalls das erste das begehrteste: Samour D’Or v. San Amour-Donnerhall (Z.: Helmut G. Heidmeyer, Rahden, Ausst.: Gestüt Fünfhausen GmbH, Rahden). Für 32.000 Euro sicherte sich das Gestüt Blue Hors in Dänemark den kleinen Hengst.

Im Durchschnitt brachten die Fohlen 6.339 Euro.

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