Weltreiterspiele Tryon 2018

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Luftaufnahme des Tryon International Equestrian Center, wo bei den Weltreiterspielen 2018 Pferdesportgeschichte geschrieben werden wird. (© www.tryon2018.com)

106 Fohlen und sieben Zuchtstuten später schließt der Verdener Auktionsring wieder. Im Mittel haben Kunden aus aller Welt 11.506 Euro ausgegeben.

Zwei Abende lang gehörte den Shootingstars von morgen der Verdener Auktionsring. Insgesamt kamen 106 Fohlen und sieben Zuchtstuten unter den Hammer. Im Mittel ließen sich das die Kunden aus aller Welt 11.506 Euro kosten. Das teuerste Fohlen wechselte für 160.000 Euro den Stall.

Volle Ränge am Samstag

Gleich das zweite Fohlen des Abends sollte das teuerste der gesamten Auktion werden. Be my Beauty Queen, eine braune Bonds-San Amour-Tochter, die von Stefan Hermann in Northeim gezogen wurde, kam für 160.000 Euro unter den Hammer. Bis dieser fiel mussten sich Fohlen und Noch-Besitzer Hermann gedulden, denn auch wenn die Gebote schnell in die Höhe schossen, ließen sich die beiden verbliebenen Bieter Zeit. Schließlich erhielt ein dänischer Stammkunde den Zuschlag.

29.000 Euro kostete das teuerste Springfohlen, das ebenso wie das Dressurfohlen eine Stute ist. Balou for Fun, gezogen von Jan Crome-Sperling in Lutter am Bbg., hat Balou Peggio zum Vater, Muttervater ist Darco. Die Vorzeichen für einen Weg in den Spitzensport stehen gut. Ihre Mutter ist die Halbschwester von Fit for Fun, jene Stute, die vor 14 Tagen unter der Portugiesin Luciana Diniz Zweite im Großen Preis von Aachen wurde. Zukünftig wird das Fohlen in Hessen zuhause sein.

Für die Zuchtstuten wurde im Mittel 13.623 Euro ausgegeben. Be my Love, eine Benicio-Stedinger-Tochter, die von Michael Siekiera in Brühl gezogen wurde, kostete mit 22.500 Euro das meiste Geld. Sie wird ihren Hafer in Zukunft im Oldenburger Münsterland fressen.

Guter Einstand am Freitag

Ernst

Preisspitze am Freitag: Frederick v. For Romance II (© Ernst)

Preisspitze am ersten Tag, Freitag, den 4. August, war der For Romance II-Davignon-Sohn Frederick. Er wurde bei Wilfried Grabow aus Oerel gezogen und kostete seinen neuen Besitzer 52.000 Euro. Schon bei der ersten Präsentation weckte der Hengst das Interesse zahlreicher Reiter. So entstand am Freitag ein Bieterduell um den Bewegungskünstler, den Zuschlag erhielt letztlich ein Züchter aus Bayern. Zweitteuerstes Fohlen war der Fürstenball-Sir Donnerhall-Sohn Freixenet (Z.: Enrico Messelis, Kefferhausen). Der Hammer von Auktionator Frederik De Backer fiel bei 43.000 Euro.

Bei den Springpferden setzten sich zwei Cornet-Obolensky-Söhne an die Spitze. Sowohl Cornets Girl, die bei Kai Baumgartner in Kamen gezogen wurde, als auch Cornets Diamant, der von der Züchtergemeinschaft Schwarz in Wolfhagen gezogen wurde, kosteten 17.000 Euro. Cornets Diamant wird in den Stall der Südafrikanerin Alexa Stais ziehen. Sie hat schon gute Erfahrungen mit Verdener Auktionspferden gemacht. Ihr aktuelles Spitzenpferd ist Chacco Top, der mit ihr bei Verden International am Start ist.

Insgesamt zeigte sich Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener zufrieden: „Die Kollektion überzeugte mit Toppedigrees und überragender Qualität. Schon bei der ersten Präsentation auf dem Verdener Dressurviereck hatte sie Begehrlichkeiten auch bei vielen Reitern geweckt. Diese nutzten die Gelegenheit, im Rahmen des Turniers nach den Spitzen von morgen Ausschau zu halten. Das glänzende Resultat freut mich für alle Hannoveraner Züchter und ist ein Zeichen dafür, dass der Auktionsplatz Verden einen herausragenden Stellenwert hat.“

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