Weihegolds Vater Blue Hors Don Schufro v. Donnerhall ist tot

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Blue Hors Don Schufro v. Donnerhall, Dezember 2018 (© www.toffi-images.de)

Don Schufro lebt nicht mehr. Heute ist der Donnerhall-Sohn im Alter von 27 Jahren im dänischen Gestüt Blue Hors verstorben. Der Dunkelfuchs ging im internationalen Dressursport und war lange Zeit die Nummer eins der Zuchtwertschätzung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Auch in der Weltrangliste war er stets vorne mit dabei. Seine bedeutendste Tochter ist Isabell Werths Oldenburger Stute Weihegold.

Vor 27 Jahren wurde Don Schufro in Dörpstedt in Schleswig-Holstein geboren. Züchter ist Martin Meier südöstlich von Husum. Der Oldenburger Dunkelfuchs hat Donnerhall zum Vater. Seine Mutter Fiesta v. Pik Bube-Unkenruf führt zwei ebenfalls Grand Prix-erfolgreiche Väter in den ersten beiden Generationen. Sie entstammt der Familie der Finnländerin. Diese Stute ging erfolgreich im Springsport in der Aachener Soers. Über verschiedene Zweige hat sich diese Familie ausgehend vom Gestüt Vornholz des Barons Clemens von Nagel mittlerweile weltweit in vielen Zuchtgebieten etabliert.

Don Schufro – der Donnerhall-Sohn schlechthin

Don Schufros züchterische Karriere begann zunächst als Dreijähriger in Mühlen bei Paul Schockemöhle. Dort erwarb ihn das Gestüt Blue Hors. Hartnäckig hatte der damalige Gestütsleiter Esben Møller verhandelt, musste mehrmals vom dänischen Randbøl nach Niedersachsen fahren, bis der Deal perfekt war. Schnell avancierte Don Schufro zu einem begehrten Hengst. Unter seinen 22 in Deutschland gekörten Söhnen ragt Diamond Hit, ein mütterlicher Halbbruder zu Sandro Hit, heraus. Er allein bringt es auf 70 gekörte Söhne und 131 S-Dressurpferde.

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Abschied: Esben Møller sagt 2020 Don Schufro auf Gestüt Blue Hors „Lebewohl!“ (© privat)

Weltweit sind oder waren 30 Don Schufro-Söhne im Deckeinsatz, darunter auch Don Romantic, ein Boxennachbar seines Vaters im Gestüt Blue Hors.

Seine Töchter schrieben Geschichte. Die dänische Stute Uno Donna Unique wurde Weltmeisterin der Jungen Dressurpferde. Doch alle anderen überflügeln sollte eine Oldenburger Rappstute aus der Zucht von Inge und Gerd Bastian aus Bargteheide bei Hamburg: Weihegold. Lange war „Weihe“ die Nummer eins der Welt, wurde unter Isabell Werth Mannschafts-Olympiasiegerin in Rio 2016, Europameisterin 2017 in Göteborg und gewann bislang dreimal das Weltcup-Finale.

Mit Rebelle wurde neben Weihegold eine zweite Don Schufro-Tochter Oldenburger Siegerstute und ging später im Grand Prix Sport.

Bei Pferden wie Sezuan und Deja ist der Oldenburger Muttervater. Hengste wie For Romance I und II oder Zonik führen den Donnerhall-Sohn in dritter Generation im Mutterstamm.

Sportskanone

Wie sein Vater, die Zuchtlegende Donnerhall, hat Don Schufro sich neben seinem Zuchteinsatz stets auch sportlich durchgesetzt. Er war unter Andreas Helgstrand hochplatziert in Aachen, Bremen, Wiesbaden, Lingen, Neumünster und Nörten-Hardenberg. 2008 reiste das Paar als amtierende dänische Meister nach Hongkong zu den Olympischen Spielen. Die Dänen gewann dort spektakulär Bronze mit der Mannschaft. Im Einzel wurden Don Schufro und Andreas Helgstrand Elfte. Außerdem ging Don Schufro im Weltcup-Finale mit einem Kürprogramm, das inoffiziell lange Zeit als „das schwerste der Welt“ galt.

Aufgrund seiner Bedeutung für die internationale Dressurpferdezucht wurde im Gestüt Blue Hors eine lebensgroße Bronze von Don Schufro aufgestellt. Sie begrüßt die Besucher vor der Reithalle, in der noch heute seine Kinder, Enkel und Urenkel im täglichen Training unterwegs sind. Nachkommen von Don Schufro haben in Dressurprüfungen mehr als eine Million Euro verdient.

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