Westfalen-Auktion: 1210 Euro für „Pony for Future“

Das Westfälische Pferdestammbuch hatte ja angekündigt, ein Prozent vom Erlös des Spitzenpferdes bei der als Online-Version ausgetragenen Frühjahrsauktion für die von Isabell Werth ins Leben gerufene Initiative „Pony for Future“ zu spenden. Dort kann man sich nun über eine beachtliche Summe freuen.

Das teuerste Pferd der Online-Auktion des Westfälischen Pferdestammbuchs war gleich die Katalognummer eins, der gekörte Bombino Bianco. Der dreijährige Benicio-Ferragamo-Leandro L-Sohn kostete 121.000 Euro und bleibt in Deutschland. Er wird nun im Stall von Dorothee Schneider weiter ausgebildet. Züchter des Fuchses ist Gerhard ter Duis aus Nordhorn, ausgestellt wurde er von Magdalene Post.

Bombino Bianco kommt aus einer Familie, in der gekörte Hengste und teure Auktionspferde Tradition haben. Die Mutter brachte auch den gekörten Depeche Mode sowie den Damon Hill-Sohn Dr. h. c., der bei der Elite-Auktion 2015 101.000 Euro brachte. Aus der Großmutter stammt der gekörte Lissaro-Sohn Louis d’or gold, dessen Vollbruder, der bei der Elite-Auktion 2013 für 70.000 Euro unter den Hammer kam, und den Showmaker-Sohn Status Symbol, das 250.000 Euro teure Spitzenpferd der Herbst-Elite-Auktion 2010.

Nachdem das Westfälische Pferdestammbuch ja im Vorfeld des Auktionsendes angekündigt hatte, dass ein Prozent vom Erlös des Spitzenpferdes bei dieser Auktion an die Aktion „Pony for Future“ geht, kann man sich dort nun über 1210 Euro freuen. Das Geld kommt Reitschulen zugute, die aufgrund der Corona-Krise um ihre Existenz kämpfen müssen.

Nochmal Benicio

Auch das mit 57.000 Euro zweitteuerste Pferd war ein gekörter Hengst v. Benicio: der dreijährige Bonamico v. Benicio-San Amour-Cabaret aus der Zucht von Georg Johannes Ederle in Bissingen, Baden-Württemberg, und ausgestellt von der Beckmann Sportpferde GmbH und der IB Berger GmbH.

Wem die Abstammung des Hengstes bekannt vorkommt – die Mutter ist eine Vollschwester zu dem einstigen Süddeutschen Siegerhengst Sandbrink, der inzwischen in Klasse S angekommen ist. Aus dem Stamm kommen außerdem noch einige weitere S-erfolgreiche Dressur- und Springpferde.

Bonamico wurde in die tschechische Republik verkauft.

Grande-Preisträger lässt grüßen

51.000 Euro kostete der drittteuerste Kandidat und auch er ist gekört: der vierjährige Frontman aus der Zucht und ausgestellt vom Gestüt Schafhof der Familie Rath/Linsenhoff.

Dessen Aushängeschild, der Grande-Preisträger Foundation, ist der Vater des schwarzbraunen Oldenburgers. Auf der Mutterseite geht es weiter im Pedigree mit Sir Donnerhall-Royal Diamond-Don Gregory. Aus dem Stamm kommt beispielsweise auch der gekörte Di Magic OLD, der international in Prix St. Georges- und Intermédiaire I-Erfolge verweisen kann.

Frontman hatte 2019 seinen 14-Tage-Test in Schlieckau mit einer dressurbetonten Endnote von 8,1 absolviert und war bereits einmal Erster und einmal Dritter in Reitpferdeprüfungen.

Fazit der Westfalen

Der Durchschnittspreis lag bei 28.600 Euro für 39 Pferde. Zwölf gingen ins Ausland. Auktionsleiter Thomas Münch kommentierte: „Mit dem Ergebnis unserer ersten Online Elite-Auktion bin ich sehr zufrieden! Ohne Ausprobieren zu können in der jetztigen Zeit, ist es doch ein großer Vertrauensbeweis den uns unsere Kunden entgegengebracht haben. Allerdings spricht auch die von unseren Beschickern gelieferte Qualität der Pferde für das Ergebnis.“

Das gesamte Lot inklusive Preisen finden Sie hier.

 

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