Westfalen veröffentlicht Erhebung zu Hengsten mit WFFS-Gendefekt

kendra-claricia-brinkop-und-a-la-carte

Kendra Claricia Brinkop und À la Carte, Sieger im U25-Springpokal beim CHIO Aachen 2016. (© Pauline von Hardenberg)

Das Westfälische Pferdestammbuch hat eine Liste von mehr als 50 Hengsten im Internet veröffentlicht, die auf den Gendefekt WFFS (Warmblood Fragile Foal Syndrom) untersucht wurden. Fünf der Testergebnisse sind positiv ausgefallen. Von einem Hengst war dies schon bekannt, die vier neuen stammen aus dem Bestand des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts Warendorf.

Auch nach Abschluss der Decksaison beschäftigt der Gendefekt WFFS (Warmblood Fragile Foal Syndrom, mehr dazu lesen Sie hier) die Pferdezucht. Das Westfälische Pferdestammbuch hat eine „Hengstübersicht mit Trägerstatus“ basierend auf von Hengsthaltern zur Verfügung gestellten WFFS-Untersuchungsergebnissen im Internet veröffentlicht. Das Ziel ist klar definiert:

Gemeinsames Ziel von Züchtern, Hengsthaltern und Zuchtverbänden muss die Vermeidung von Anpaarungen von WFFS-Trägertieren untereinander sein.

Um in der aktuellen Diskussion um die Erbkrankheit Warmblood Fragile Foal Syndrom (WFFS) dem Informationsbedarf von interessierten Züchtern nachkommen zu können, habe man sich zu der Veröffentlichung entschieden. „Den Hengsthaltern haben wir inzwischen empfohlen ihren gesamten Hengstbestand auf Trägertiere der WFFS-Erbkrankheit untersuchen zu lassen und diese Ergebnisse zu veröffentlichen. Um nach außen transparent aufzutreten, setzen wir dabei auf eine Veröffentlichung der positiven und negativen Ergebnisse über die Verbandshomepages. Zur Teilnahme ist folgendes Schema einzuhalten:

1. Absolute Identitätsklärung des Beprobungsmaterials (Nachweis z.B. durch Zuchtverbandsmitarbeiter, Tierarzt o.ä.).
2. Fachliche Probenentnahme
3. Zuleitung des offiziellen Ergebnisses an den Pferdezuchtverband“

In der Liste, die 55 Hengste umfasst, sind fünf Hengste mit positivem Testergebnis verzeichnet. Neben dem Springhengst Ventador vom Gestüt Westfalenhof, das schon frühzeitig seinen Bestand überprüft und die Ergebnisse veröffentlicht hatte, sind vier Hengste aus dem Nordrhein-Westfälischen Landgestüt Warendorf betroffen. Der international erfolgreiche ehemalige Siegerhengst A la cart v. Abke, Christiano v. Coriano, Quantissimo v. Quantensprung und Lacordos, dessen Vater Lancer III kürzlich verstorben ist.