Westfalenhof hat auf das WFFS-Gen getestet – ein Springhengst ist positiv

Belissimo M unter Hayley Beresford

Westfalenhof-Star Belissimo M ist kein Träger des WFFS-Gens. (© Julia Rau)

Mit dem Gestüt Westfalenhof hat eine weitere deutsche Hengsthaltung auf die Thematik „Warmblood Fragile Foal Syndrom“ (WFFS) reagiert und seine zuchtaktiven Vererber auf den Gendefekt untersuchen lassen.

Die gute Nachricht: der viel frequentierte Belissimo M, der bereits rund 50 ins Hengstbuch I eingetragene und aktuell 61 gekörte Söhne hat sowie 467 eingetragene Zuchtstuten, ist kein Träger des WFFS-Gens.

Ebenfalls negativ viel das Ergebnis aus für Amiro Z, Baron, Bossanova, Dantano, Desario, Sezario, Sweet Hero und Vancouver D’Auvray.

Positiv getestet wurde hingegen der Hannoveraner Ventador, ein dreijähriger Sohn des Weltmeisters von 2010, Vigo D’Arsouilles aus einer Mutter v. Lux Z-Salut-Domspatz.

Das Gestüt Westfalenhof empfiehlt seinen Züchtern, ihre Stuten ebenfalls untersuchen zu lassen. Denn nur, wenn Ventador mit einer Trägerstute angepaart wird, besteht eine 25-prozentige Chance, dass ein lebensunfähiges Fohlen zur Welt kommt.

www.westfalenhof.de

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von Korff

WFFS – die Erbkrankheit

In Schweden und beim Anglo-European Studbook hat man es z.B. bereits zur Auflage gemacht, aktive Deckhengste testen zu lassen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

In Deutschland wird ein ähnliches Vorgehen derzeit diskutiert. Mehr dazu lesen Sie in St.GEORG 7/2018, die am 27. Juni im Handel erhältlich ist.

Bei WFFS handelt es sich um einen Gendefekt. Werden zwei Träger miteinander gekreuzt, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass das Fohlen die Krankheit geerbt hat, 25 Prozent. Bei erkrankten Fohlen löst die Haut sich vom Körper. Außerdem ist sie hyperempfindlich, es entstehen Wunden ohne Fremdeinwirkung. Die Gelenke sind überbeweglich, die Fohlen können nicht aufstehen. Sie müssen eingeschläfert werden.

Das Szenario lässt sich verhindern, wenn der Status beider Zuchttiere bekannt ist. Dann kann bzw. muss man vermeiden, diese miteinander anzupaaren. Das hat auch tierschutzrechtliche Gründe, denn in dem Fall würde man sich der Qualzucht schuldig machen.

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  1. JS

    Es hat sich ein Fehler bei der Aufzählung der negativ getesteten Hengste eingeschlichen. Destano steht nicht auf dem Westfalenhof, es handelt sich stattdessem um Dantano.


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