WFFS-Test – exklusives Angebot vom Oldenburger Verband

WFFS-Kommentar

WFFS (Warmblood Fragile Foal Syndrome) (© Labolin/www.st-georg.de)

Ab jetzt erhält jeder Oldenburger Züchter die Möglichkeit, sein Pferd zu Sonderkonditionen auf das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) testen zu lassen. Dabei ist es ganz gleich, ob Fohlen, Stute oder Hengst untersucht werden sollen.

Zwar gibt es bereits einige Labore, die einen WFFS-Test anbieten – die Preise liegen jedoch bei 40 bis 50 Euro. Der Oldenburger Pferdezuchtverband bietet die Leistung nun seinen Mitgliedern zu einem günstigeren Preis an. 30 Euro kostet die Untersuchung für Oldenburger Züchter, die ihr Pferd testen lassen möchten.  Seit dem 1. Januar 2019 sind die deutschen Zuchtverbände gehalten, den WFFS-Status der bei ihnen registrierten Deckhengste zu veröffentlichen. Während andere Verbände bereits vor einigen Wochen zögerlich gestartet hatten die WFFS-Testergebnisse zu veröffentlichen, hatte der Oldenburger Verband zunächst auf sich warten lassen. Nun sind jedoch auch zu den Oldenburger Deckhengsten, die WFFS-Testergebnisse online im Hengstverteilungsplan unter der Rubrik „Detailinformationen“ zu finden. Wie auch bei anderen Verbänden sind Träger des Gens, das für die Erbkrankheit verantwortlich gemacht wird, durch das Kürzel WFFS: N/FFS gekennzeichnet.

Um sein Pferd testen zu lassen, muss das entsprechende Antragsformular auf der Website des Oldenburger Pferdezuchtverbandes heruntergeladen werden. Nachdem das Formular ausgefüllt und verschickt wurde, wird das Analyselabor Certagen beauftragt. Beauftragt man Certagen regulär, fällt ein Preis von 42,27 Euro an – über den Oldenburger Verband ist es für entsprechende Züchter also günstiger.

Was ist eigentlich WFFS?

WFFS ist inzwischen in aller Munde. Doch was genau steckt hinter der Erbkrankheit? WFFS wird in der Vererbung autosomal-rezessiv weitergegeben. Was das bedeutet finden Sie in diesem Artikel. Andere Institutionen und einzelne Hengsthalter haben ebenfalls mit Angeboten an ihre Züchter reagiert. Schlagzeilen hatte Paul Schockemöhle gemacht, der im Falle eines an WFFS verstorbenen Neugeborenen bereit ist, 10.000 Euro an den betroffenen Züchter zu zahlen. Das Landgestüt Redefin und auch das niedersächsische Landgestüt Celle bieten an, die Kosten des Tests zu verrechnen. Auch Privathengsthalter Burkhard Wahler hat am vergangenen Wochenende eine solche Regelung für Züchter bekanntgegeben, die bei seinem Hengst Quantensprung decken lassen.
Lieber Hören statt Lesen? Für „Audiodidakten“ haben wir auch einen Podcast mit einer kommentierenden Einschätzung über die Erbkrankheit.

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