WM junge Dressurpferde 2019: Neun Sechsjährige zur zweiten Sichtung

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Der Dressurpferde-Weltmeister 2018, Revolution unter Andreas Helgstrand. (© von Korff)

Nun ist die Liste komplett. Nach den fünf- und siebenjährigen stehen auch die sechsjährigen Kandidaten fest, die zur zweiten Sichtung für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde zugelassen sind.

Die WM junge Dressurpferde findet vom 1. bis 4. August im niederländischen Ermelo statt. Über zwei Sichtungen im Bundesstützpunkt Warendorf werden die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Pferdezucht ausgewählt. Die erste Sichtungsrunde ging heute mit den Sechsjährigen zu Ende. Dies sind die Auserwählten für den Recall:

Ben Vito, Hannoveraner Wallach v.Benicio – Lauries Crusador xx (Z. : Anja Thümmler, Reiterin: Stefanie Wittmann)

Ben Vito und Stefanie Wittmann belegten im vergangenen Jahr Platz 13 beim Bundeschampionat der Fünfjährigen. In diesem Jahr waren sie zweimal siegreich in Dressurpferdeprüfungen der Klasse L und mehrfach platziert in Klasse M.

Caracciola MT, Holsteiner Hengst v. Chin Champ – Calido I (Z.: Miriam-Kathleen Haak, Reiterin Melanie Tewes)

Als rein springmäßig gezogenes Pferd ist der hübsche Schimmel, den die Österreicherin Elisabeth Max-Theurer auf der Körung in München-Riem erwarb, der Exot unter den Kandidaten. Das war er auch schon im vergangenen Jahr, als er beim Bundeschampionat Neunter auf dem Dressurviereck wurde. Dieses Jahr konnte er gleich seine erste Dressurpferdeprüfung Klasse M gewinnen, war einmal Zweiter und zweimal Dritter.

Destacado FRH, Hannoveraner Hengst v. Desperados – Londonderry (Z.: Heinrich Gießelmann, Matthias Alexander Rath)

Die Erfolgsbilanz dieses Fuchses ist beeindruckend. 2016 wurde er überlegener Bundeschampion der dreijährigen Hengste unter Pascal Kandziora. Inzwischen sitzt Matthias Alexander Rath in Destacados Sattel und begeisterte mit ihm schon im vergangenen Jahr bei der WM in Ermelo, wo die beiden Silber gewannen. Dieses Jahr stellte Rath ihn bei FEI-Nachwuchsturnieren in Ornago und Wiesbaden vor, war in Italien zweimal siegreich und in Wiesbaden Zweiter.

Feel Free OLD, Oldenburger Stute v. Foundation – Sandro Hit (Z.: Indira Wallner, Reiterin: Bernadette Brune)

Auch Feel Free ist eine „alte“ Bekannte vom Bundeschampionat. Als Fohlen erwarb Bernadette Brune die Braune über die Oldenburger Auktion, weil ihr Trab sie so begeistert hat. Dreijährig stellte David Taylor sie in Warendorf vor. Als Vierte verpassten die beiden knapp das Finale. Im Jahr darauf saß Anja Engelbart im Sattel und holte Silber bei den vierjährigen Reitpferden in Warendorf. Seit 2018 reitet die Chefin selbst Feel Free auf dem Turnier. Auch mit ihr wurde Feel Free Vierte im Bundeschampionatsfinale. Nach drei zweiten Plätzen in Dressurpferdeprüfungen der Klasse M folgte ein vierter Platz in Wiesbaden.

High Heels, Oldenburger Stute v. Damon Hill – Roadster (Züchterin und Reiterin: Patricia von Merveldt)

High Heels ging dreijährig eine Reitpferdeprüfung, die sie prompt gewinnen konnte und vierjährig zwei Dressurpferdeprüfungen der Klasse A. Auch hier führte sie beide Male die Ehrenrunden an. Im vergangenen Jahr startete sie erstmals beim Bundeschampionat und belegte im Finale Platz sechs.

Meggle’s Fidelio Royal, Württemberger Hengst v. For Romance I – Rubin-Royal (Z.: Hubertushof/Annika Schwaab, Reiter: Matthias Bouten)

Fidelio Royal hatte sich letztes Jahr Platz sechs beim Bundeschampionat mit High Heels geteilt. Dieses Jahr stellte Matthias Bouten ihn turniermäßig nur einmal vor und war auf Anhieb siegreich in der ersten Dressurpferdeprüfung Klasse M. Der Hengst hat noch einen gekörten Halbbruder, Dominant v. Diamond Hit.

Revolution, westfälischer Hengst v. Rocky Lee – Rouletto (Z.: Yasemin Yanik, Reiter: Andreas Helgstrand)

Titelverteidiger in Ermelo. Der Westfale war 2015 der erste Hengst, der bei einer Körungsauktion einen siebenstelligen Betrag erzielte. Er wechselte damals in den Stall von Andreas Helgstrand und wird dort seither von ihm selbst geritten.

Zucchero OLD, Oldenburger Hengst v. Zonik – Prince Thatch xx (Z.: Hans-Heinrich Brüning, Reiter: Frederic Wandres)

Der Bundeschampion 2018. Auch bei der WM in Ermelo war dieser nicht gekörte Zonik-Sohn am Start und wurde Vierter. Dieses Jahr ging er eine Dressurpferdeprüfung der Klasse M und wurde Zweiter.

Zum Glück RS2 OLD, Oldenburger Hengst v. Zonik – Florestan I (Z.: Ullrich Kasselmann, Reiter: Robin van Lierop)

Zum Glück war beim Bundeschampionat 2018 der zweite Sohn von Edward Gals Zonik, der es in die Medaillenränge bei den fünfjährigen Dressurpferde schaffte. Er gewann Bronze. Bei der WM in Ermelo war er nicht am Start gewesen und auch dieses Jahr ging er bislang erst ein Turnier, die Dressurpferdeprüfung Klasse M in Neuss-Grefrath, wo er Zweiter wurde hinter Querida Mia v- Quotenkönig, die heute in Warendorf ebenfalls am Start war, aber nicht weiter kam.

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