Zuchtwertschätzung: Das sind Deutschlands beste Hengste

Zukunftshoffnungen und bewährte Beschäler – wer die richtigen Pferde züchten möchte, sollte nach Wunsch der Statistiker auf einen der Tophengste der Zuschtwertschätzung zurückgreifen. Heute wurden die Daten für das Jahr 2011 veröffentlicht.

Im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) werden dafür Werte aus Turniersportprüfungen, Aufbauprüfungen, Veranlagungsprüfungen und Hengstleistungsprüfungen von Reitpferdehengsten berechnet. Diese Schätzarbeit übernehmen die Vereinigten  Informationssysteme Tierhaltung (VIT) in Verden.
Ziel dieser Zuchtwertschätzungen ist es, einen Richtwert zu geben, inwieweit ein Hengst seine Qualitäten weitervererbt und erblich bedingte Leistungsunterschiede möglichst genau zu schätzen. Dadurch soll der Züchter die nötige Grundlage zur Auswahl eines Hengstes für seine Stuten bekommen.
Die Auswertung wird in springbetonte und dressurbetonte Hengste eingeteilt. In beiden Disziplinen werden die Hengste in Gruppen nach der Sicherheit unterteilt: 70 bis 79 Prozent Sicherheit, 80 bis 89 Prozent Sicherheit und 90 bis 99 Prozent Sicherheit. Diese angabe bezieht sich auf die Informationsmenge und -qualität, die über den jeweiligen Hengst vorliegt. Je weniger Informationen über den Hengst bekannt sind, desto niedriger ist die Sicherheit. Das trifft meist auf junge Hengste zu, dessen Vererbungsleistung noch nicht zuverlässig geschätzt werden kann. Es werden nur Hengste mit mindestens 70 Prozent Sicherheit aufgelistet, und die Schätzung auf mindestens fünf Nachkommen mit Eigenleistung basiert.

Die Gesamtzuchtwerte in der Dressur ergeben sich aus der Rangierung in der Dressurprüfung, der Wertnote aus der Dressurpferdeprüfung, Beurteilung der Grundgangarten und der Rittigkeit aus den Zuchtprüfungen.
Im Springen sieht das ähnlich aus. Hier zählen Rangierung in der Springprüfung, Benotung in der Springpferdeprüfung und die Beurteilung von Frei- und Parcoursspringen.
Bei diesen Berechnungen werden nicht nur die Eigenleistungen des Hengstes, sondern auch die seiner Verwandten berücksichtigt, in allen Spring- oder Dressurprüfungen bis zur Klasse S seit dem ersten Januar 1995.

Neu in der Liste der Springhengste sind in diesem Jahr: Captain Fire (Jahrgang 2001), Carrico (2003), Champion For Pleasure (2000), Comte (2003) und Perigueux (2002).
Neu in der Dressurliste: Damsey (2002), Don Diamond (2002), Don Henrico (2003), Duino (2002), Florenciano (2004), Friedensritter (2002), Londontime (2002), Lord Fantastic (2004) und Unee (2001).

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