Zwei neu gekörte Trakehner Hengste am vierten Advent

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Trakehner Adventskörung 2021: Dreivierteltakt v. Kentucky (© Dr. Peter Richterich)

Sieben Trakehner Hengste bewarben sich am vierten Advent um die Körung. Zwei verließen Elmshorn mit dem begehrten Prädikat. Und: Eine Promi-Stute hat die Besitzer gewechselt.

Sieben Hengste waren nach Elmshorn gekommen, darunter solche, die zum Zeitpunkt der regulären Körveranstaltung nicht alt genug waren, als noch nicht reif genug bei der Vorauswahl zurückgestellt wurden oder schon erfolgreich eine Leistungsprüfung absolviert hatten.

Zwei Hengste konnten vor den Augen der Körkommission, dem stellvertretenden Zuchtleiter Neel-Heinrich Schoof, Leonie Bramall, Elmar Lesch, Peter Kunath und Frank Ostholt bestehen. Einer davon, der vierjährige „Lilienthal“ reiste als Sieger der 50-Tage-Tage-Hengstleistungsprüfung in Stadl Paura (Österreich) an. Der Fuchs, hochweiß gestiefelt, stammt ab vom bis S-Springen erfolgreichen Lücke. Lilienthal kann dazu noch auf prominente mütterliche Verwandtschaft pochen: Seine Mutter Lilie v. Rheinklang und deren Mutter Loa Loa v. Ivernel zählen zur amtierenden Trakehner Bundessiegerfamilie (Züchterin und Ausstellerin: Dr. Kristina Gremmes, Jühnde). Die Körkommission war vom Komplettpaket angetan: „Ein Hengst der Stabilität verkörpert, große Hufe, große Gelenke, und auch Body und gute Behosung besitzt – ein sehr ansprechender Hengst“.

Das zweite positive Körurteil erhielt Dreivierteltakt v. Kentucky. Der Braune stammt aus der  Distelzarin v. Gribaldi-Arogno. Deren Vollbruder ist der in der Schweizer Grand Prix-erfolgreiche Hengst Distelzar. Der großrahmige Hengst hätte zur Körung im Oktober erscheinen dürfen, wenn er denn nicht zu jung gewesen wäre: 16. Juni 2019 steht im Abstammungsnachweis des bei Hilmar Schmidtke in Wien geborenen Kentucky-Sohns. Kentucky, ehemaliger Siegerhengst, steht mittlerweile in Mexiko. „Ein großliniger Hengst mit auffällig männlichem Charme, gutem Ablauf im Trabe, insbesondere auch viel Aufrichtung, viel Linie, Rahmen und auch im Freispringen mit sehr souveräner Vorstellung und insgesamt auch mit vorbildlichem Interieur“, charakterisierte Neel-Heinrich Schoof den Braunen.

Außerdem, das berichtet das Züchterforum online, wurde die Trakehner Siegerstute Helena, an das Ehepaar Röwe verkauft. Sie sind auch Teil der BG Rheinglanz, die den 2020er Siegerhengst ihr Eigen nennt.