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Paul Schockemöhle: Zur Zukunft von Totilas

Totilas beim Spazierengehen mit seiner holländischen Pflegerin in Kentucky. Kurz darauf wurde er Weltmeister mit Edward Gal. (© Julia Rau)

Auf einer Pressekonferenz anlässlich der German Classics hat sich Paul Schockemöhle gerade eben erstmals zu dem Kauf von Totilas geäußert.

Gestern abend um 22 Uhr ist Totilas im oldenburgischen Mühlen auf der Hengststation von Paul Schockemöhle angekommen. Wie viel das Weltmeisterpferd des Niederländers Edward Gal gekostet hat, ist weiterhin nicht bekannt. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Schockemöhle. Totilas habe sich gut eingelebt, so der internationale Pferdehändler. Heute morgen sei er bereits um acht Uhr morgens gearbeitet worden. „Keine versammelnden Lektionen“, so Schockemöhle, lediglich Schritt, Trab, Galopp „die Losgelassenheit stand im Vordergrund“. Anja Engelbart, die seit Jahren die Schockemöhl’schen Hengste reitet, sei mit den Worten abgestiegen: „So ein Gefühl habe ich auf einem Pferd noch nie gehabt.“
Unklar ist weiterhin, wer den Rappen zukünftig in Wettkämpfen reiten wird. Schockemöhle ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er den KWPN-Hengst auch weiterhin im Sport sieht. Er stünde mit mehreren Interessenten in Verhandlung, sagte der Pferdehändler und fügte unter dem Gelächter der anwesenden Journalisten hinzu: „Totilas steht aber nicht zum Verkauf“. Zunächst soll Gefriersperma gewonnen werden. Schon bei der Körung in Verden hatte es aus Schockemöhles Umfeld geheißen, die Kühltruhen in Mühlen seien „gut vorgekühlt“. Namen wollte Schockemöhle nicht nennen. Aber derjenige, der die Sportrechte erwirbt, wird den Gribaldi-Sohn wohl auch bei der Hengstvorführung der Station Schockemöhle Ende Januar im Oldenburger Pferdezentrum Vechta reiten. Dass man Totilas vorher öffentlich erleben wird, hält Schockemöhle für unwahrscheinlich. „Ich glaube, dass der Weltcup in diesem Jahr ohne Totials stattfindet“.
Er sei selbst für Deutschland Championate und Nationenpreise geritten, so der dreifache Europameister der Springreiter, da bliebe „schon was hängen“, auch wenn einem dies nicht immer gedankt würde. Er strebe eine deutsche Lösung an und habe auch schon Gespräche mit Reinhard Wendt, dem Geschäftsführer des Deutschen Olympiadekomitees für Reiterei (DOKR) geführt. Warendorf habe signalisiert, bei einer solchen Lösung „gerne behilflich“ zu sein. Eine mögliche Wiedervereinigung des Paares Gal/Totilas wird es wohl nicht geben. „Wenngleich ich als Sportler es mit einigem Wehmut sehe, dass durch den Kauf dieses Paar getrennt wurde“. Auf die Frage, ob er es für möglich halte, dass das große Medienecho potenzielle Interessenten abgeschreckt hätte, reagiert Schockemöhle mit einem Appell an die Journalisten: Er hoffe, dass selbst wenn der neue Reiter auf den ersten Turnieren noch nicht perfekt mit dem Hengst klar käme, „das Paar, das entsteht, nicht gleich von den Medien zerissen wird.“

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