Dopingvorwurf gegen Marco Kutscher: Cornet Obolensky hatte „wacklige Knie“

Dr Björn Nolting (v. r. n. l.)

Hong Kong (China) Sha Tin Olympische Reiterspiele Springen 18.08.2008 Nationenpreis/Mannschaftswertung: Bundestrainer Kurt Gravemeier, rechts Marco Kutscher und Dr. Bjšrn Nolting (Mannschaftstierarzt) ©Julia Rau Hindenburgstra§e 49 55118 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 RŸsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen GeschŠftsbedingungen (© Julia Rau)

In einem Beitrag der ARD-Sportschau hat Marco Kutscher Stellung genommen zu den Vorwürfen, bei Cornet Obolenskys Behandlung in Hongkong könne es sich um ein Dopingvergehen handeln. Manfred Kietzmann von der Tierärztlichen Hochschule Hannover gibt in demselben Beitrag zu bedenken, dass der in dem Präparat Lactanase enthaltene Wirkstoff Dichloressigsäure in keinem für Pferde zugelassenem Medikament enthalten ist.

Kutscher macht in dem Beitrag deutlich, dass er nicht weiß, ob Tierarzt Dr. Björn Nolting die Medikation angemeldet hatte. Klar ist auch, dass nicht Nolting, sondern Ludger Beerbaums Stable Managerin Marie Johnson Cornet Obolensky gespritzt hat. Den vollständigen Beitrag der Sportschau können Sie hier sehen.
Nach der Ausstrahlung dieses Berichts hat sich am Montag Ex-Mannschaftstierarzt Björn Nolting zu Wort gemeldet: Nach der ersten Runde des Nationenpreises bei den Olympischen Spielen in Hongkong habe ich gemeinsam mit Marco Kutscher besprochen, sein Pferd Cornet Obolensky mit Lactanase und Arnika zwecks optimaler Regeneration der Muskulatur zu versorgen. Unglücklicherweise nahm die Pflegerin ohne Rücksprache und völlig voreilig die Behandlung vor, bevor ich die erforderliche Freigabe für eine Injektion einholen konnte. Mir wurde die Problematik erst in dem Moment bewusst, als ich zu dem Hengst gerufen wurde, der nach der Verabreichung einen kurzzeitigen Schwächeanfall gezeigt hatte. Aufgrund des dort herrschenden Trubels habe ich beschlossen – hierfür übernehme ich die Verantwortung – Stillschweigen zu bewahren.