EM Fontainebleau: Nur einer kam durch

Was war da los? Bundestrainer Hans Melzer und FN-Oberer Reinhard Wendt das enttäuschende Geländeergebnis der deutschen Reiter.

Fontainebleau Europameisterschaft Vielseitigkeit 27.09.2009 letzte VerfassungsprŸfung: Foto: Julia Rau

Fünf von sechs deutschen Reiterin beendeten den Geländekurs der Europameisterschaft in Fontainebleau nicht. Lediglich der erste deutsche Reiter, Michael Jung auf Sam, liegt nach einer glänzenden Runde auf Rang zwei und damit in Reichweite einer Medaille.

Nur einer kam durch

Mit dem Sturz von Andreas Dibowski auf Butts Leon an Hindernis 14 schied auch der fünfte von sechs deutschen Reitern im Gelände der Europameisterschaft in Fontainebleau aus. Lediglich Michael Jung auf Sam ist noch in der Wertung, nach einer vorzüglichen Nullrunde, rund zehn Sekunden unter  in der Bestzeit von 10 Minuten 27 Sekunden liegt er in der Zwischenwertung auf Rang zwei und damit noch in Reichweite einer Einzelmedaille.

Die Hoffnung auf eine Mannschaftsmedaille für die hier als Favoriten angetretenen Deutschen war bereits nach dem Ausscheiden von Ingrid Klimke und Abraxxas gestorben. Nachdem sich der Dunkelbraune an einer versetzten Doppelhecke wehgetan hatte, zog er nicht mehr richtig, verweigerte an Sprung 16, worauf die Reiterin den Ritt vernünftigerweise beendete. So hatte es bereits vor ihr Frank Ostholt gehalten, nachdem der Fuchs am letzten Wasser, Sprung 22, zum zweiten Mal verweigerte und nicht mehr zündete. Kai Steffen Meier, der flüssig begann, schied aus, nachdem seine Stute Karaskada nach der Fehleinschätzung von Sprung 14 stürzte, sich dabei eine Fleischwunde am Oberschenkel zuzog, die genäht werden musste. Unverletzt überstand Gadget de la Cere von Dirk Schrade den Sturz seines Reiters. Andreas Dibowski, der jetzt in Ruhe auf eine gute Einzelplatzierung hätte reiten können, stürzte an Hindernis 16, Butts Leon ging zu Boden, der Reiter rollte sich geschickt aus dem Gefahrenbereich, das wars für diesmal.

Die Briten schicken sich an, souverän diese EM für sich entscheiden, führen mit 140,5 Punkte vor Frankreich (197,9) und Italien (211,2).

44 von 64 Reitern blieben in der Wertung, 20 Reiter schieden nach Verweigerungen oder Sturz von Reiter und/oder Pferd aus beziehungsweise gaben auf.

Bundestrainer Hans Melzer bemühte sich um Fassung: Wir haben hier eine richtige Klatsche gekriegt, sagte er, wie das auch im Fußball den Favoriten manchmal geht. Wir haben den Kurs ganz sicher nicht unterschätzt, alle Reiter und Pferde haben in dieser Saison tolle Leistungen gebracht.

Rundum zufrieden war nur Michael Jung, mit seinem Dressurergebnis von 45,0 Punkten Zweiter hinter Kristina Cook auf Miners Frolic (38,7). Auf Platz drei liegt vor dem abschließenden Springen der britische Mannschaftsreiter William Fox-Pitt auf Idalgo (45,1).

 

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