Hagen: Inter I-Sieg Patrik Kittel und Deja – mit VIDEO

Patrik Kittel und Deja

(© Julia Rau)

Trotz zweimaligen Verreitens sicherte der Schwede Patrik Kittel sich mit Deja die Intermédiare I der Horses & Dreams in Hagen. Gestern im Prix St. Georges hatte er sich noch auf Platz zwei hinter Burgpokal-Sieger Burlington unter Charlott-Maria Schürmann einreihen müssen. Heute drehte er den Spieß um.

Mit der neunjährigen Schwedin Deja v. Silvano-Don Schufro hat Kittel ein Pferd mit Perspektive unter dem Sattel. In der Trabtour gab es die eine oder andere 9. Insgesamt kam Kittel auf 72,211 Prozent, wobei er von zwei Richtern auf Rang eins gesehen wurde (Axel Steiner bei C und Steven Clarke bei B), der Russe Yuri Romanov bei E ihn aber nur als Dritten rangiert hätte. Was das Ziel ist, zeigte der Schwede auf der Ehrenrunde, als er die Stute anpassagieren ließ. Das hat sie nicht erst gestern gelernt und das machte Hoffnung auf mehr.

Zweite wurde die Siegerin von gestern, Charlott-Maria Schürmann mit ihrem Burgpokal-Sieger Burlington. Die dreifache Junioren-Europameisterin von 2010 und der Hannoveraner Breitling W-Sohn sind einfach ein schönes Paar, auch wenn es heute noch ein paar Ecken und Kanten in ihrer Aufgabe gab. So verritt auch Charlott sich einmal, als sie statt der Galoppverstärkung auf der Diagonalen zur Pirouette ansetzte. Danach war ein bisschen der Wurm drin, denn auch in der zweiten Pirouette – diesmal an der richtigen Stelle – hakte es einmal. Trotzdem sahen drei Richter sie auf Rang eins. Dem gegenüber standen jedoch die beiden vierten Plätze vom Richter bei C, Axel Steiner, und bei B, Stephen Clarke. Unter dem Strich machte das 72,053 Prozent.

Platz drei teilten sich zwei sehr unterschiedliche Pferde mit jeweils 69,421 Prozent. Das eine war der solide neun Jahre alte Royal Happiness, ein Oldenburger Sohn des Royal Diamond aus einer Mutter v. Consul. Die Österreicherin Stefanie Palm stellte den Schimmel sehr harmonisch und korrekt vor, ohne die ganz großen Höhepunkte, aber dafür mit einer ganz sicheren und feinen Anlehnung.
Ebenfalls 69,421 Prozent erhielt die auch neun Jahre alte Stute Hexagon’s Zodinde unter der Holländerin Thamar Zweistra. Etwas altmodisch im Typ, gefällt die Stute jedoch in der Bewegung mit viel Ausdruck im Trab – wenn auch deutlich zu eng in den Verstärkungen – und Höhepunkten in der Galopptour (Traversalverschiebungen, erste Pirouette, die Wechsel).

Rang fünf aufgrund der zwei dritten Plätze ging heute an die Drittplatzierte von gestern, Dorothee Scheider mit dem Oldenburger Fackeltanz OLD. Die Bewertungen für den Florencio-Feinbrand-Sohn bewegten sich zwischen 71,053 Prozent vom Richter bei E, Yuri Romanov, und 66,711 Prozent von Ghislain Fouarge bei H. In Platzziffern: Wäre es nach Romanov gegangen, hätte Schneider Platz zwei belegt. Bei Fouarge alleine wäre sie 14. geworden.

Weitere Ergebnisse gibt es hier.