Stuttgart German Masters: Piaff-Förderpreis Finale für Roth und Diva Royal

Stella Charlott Roth und Diva Royal

(© Julia Rau)

Nach ihrem Sieg in der Einlaufprüfung sicherte sich die 23-jährige
Hessin Stella Charlott Roth mit ihrem versilberten Olympia-Pferd Diva
Royal auch den Sieg in der Finalprüfung des Piaff-Förderpreises. Dank „Doro“ Schneider und einer Extraportion Sit Ups!

Nach den glanzvollen Auftritten der zehnjährigen, schwarzbraunen Hannoveraner Stute Diva Royal unter ihrer Ausbilderin Dorothee Schneider bei den Olympischen Spielen in London, mit denen sie Mannschafts-Silber gewannen, hatten Stella Charlott Roth und Diva Royal als die klaren Favoriten im Finale des Piaff-Förderpreises gegolten und wurden dieser Rolle sowohl in der Einlaufprüfung am Donnerstag als auch in der Finalprüfung am Freitag gerecht. Allerdings mit 70,681 Prozent gegenüber der mit Loverboy zweitplatzierten Jenny Lang (69,702) und der mit Dance On drittplatzierten Victoria Michalke (69,277) knapper als gedacht. Die elegante Diva Royal zeigte sich in schöner Selbsthaltung mit Höhepunkten in den Fliegenden-Galoppwechseln von Sprung zu Sprung, für die sie ebenso wie für den starken Schritt (mit einer Ausnahme) durchweg eine Acht erhielt, und guten Piaffe-Passage-Touren, aber mit einigen Punkten Verlust in der rechten Galopp-Pirouette.
Für Stella Charlott Roth und der sich im Besitz ihrer Mutter befindlichen Stute, die bereits 2010 zweifach Gold bei der EM der Jungen Reiter geholt hatten, war Stuttgart erst das dritte Turnier, seitdem sie nach den Olympischen Spielen in London wieder gemeinsam an den Start gehen. Und, so die BWL-Studentin, Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden. Wir hatten ja vor Stuttgart erst wieder zwei gemeinsame Turniere und hier in Stuttgart herrscht eine Riesenatmosphäre. Ich finde auch die Kulisse im Schritt sehr beeindruckend und den langen Grand Prix bin ich ja noch nicht so oft geritten. Es gibt noch Kleinigkeiten, die noch nicht so gut waren, die ich noch nicht so umsetzen kann. Die möchte ich im nächsten Jahr noch besser machen, wenn ich in internationalen Grand Prix-Prüfungen starte. Für mich ist einerseits der Druck da, nachdem Dorothee und Diva Royal bei den Olympischen Spielen so großartig waren, selbst mein Bestes zu geben, andererseits bin ich glücklich, sie wieder reiten zu können. Sie ist so toll zu reiten, da würde jeder gerne einmal draufsitzen.
Dorothee Schneider, die Trainerin von Reiterin und Pferd, fügte hinzu, Es macht mir sehr viel Spaß zu sehen, wie die Zwei immer immer mehr zusammenwachsen und eine Symbiose bilden. Dass das Ansehen des Piaff-Förderpreises insgesamt gewachsen ist, unterstrich auch der U25-Bundestrainer Jürgen Koschel, Das Publikum geht unheimlich auf diese Prüfung ein. Der Piaff-Förderpeis ist ins Zentrum gerückt, nachdem einige deutsche Olympiateilnehmer aus dieser Prüfung erwachsen sind.
Schon beim dreitägigen Vorbereitungslehrgang für das Finale auf dem Kronberger Schafhof hatte sich herauskristallisiert, dass das Finale der besten Acht ein besonders hohes Niveau haben wird. Und so die dem in diesem April verstorbenen Holger Schemzer als Chef-Bundestrainer nachgefolgte Monica Theodorescu, Wir haben von allen Ritten Videos gemacht, die ich wie früher Holger Schmezer analysiert und kommentiert habe. Es ist beeindruckend, was dabei herausgekommen ist und wie sich die Paare seit dem Lehrgang in Kronberg noch einmal verbessert haben. Besonders wichtig ist mir dabei, dass sie sauber reiten und gut auf dem Pferd sitzen. Und da gab es auch für die spätere Finalsiegerin Stella Charlott Roth Tipps beim Schafhof-Lehrgang, Mir wurde gesagt, dass ich teilweise zu wenig Körperspannung in meinem Sitz habe und mehr Situps machen sollte. Ich habe vorher schon mit einem Physiotherapeuten gearbeitet, aber dieses Training habe ich nun noch verstärkt und ich denke, es zeigt schon positive Auswirkung.
Birgit Popp

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