Forschungserfolg: 2020 soll es eine Impfung gegen Druse geben

Druse beim Pferd

Druse ist hoch ansteckend. Besonders die Sekrete, die aus Nase und ggf. auch den Lymphknoten austreten, stecken voller Bakterien. (© www.slawik.com)

Führenden Wissenschaftlern des Animal Health Trust (AHT), der Swedish University of Agricultural Sciences, des Karolinska Instituts und des Impfstoffherstellers Intervacc AB ist der Durchbruch in der Druse-Forschung gelungen.

In intensiver Zusammenarbeit konnte ein Impfstoff entwickelt werden, der künftig Pferde vor der gefährlichen und hoch ansteckenden Druseerkrankung schützen soll.

Dieser Impfstoff, der künftig „Strangvac®“ heißt, basiert auf einer Eiweißverbindung und nutzt DNA-Sequenzen des Druseerregers streptococcus equi. Damit stellt dieser Impfstoff einen spannenden Meilenstein in der genbasierten Forschung dar.

In der praxisbasierten Studie wurde der neue Impfstoff bereits erfolgreich an einer Gruppe Pferde getestet und zeigt eine Erfolgsquote von 80 Prozent.

(Die Studie „Strangvac: a recombinant fusion protein vaccine that protects against strangles, caused by Streptococcus equi“ kann hier eingesehen werden)

Zwei Jahre bis zur Verfügbarkeit

Bis zur kompletten Marktreife wird es jetzt voraussichtlich noch etwa zwei Jahre dauern.

In dieser Zeit werden zunächst Registrierung und Markteinführung anstehen, sowie im Folgenden eine Optimierung des Herstellungsprozesses für eine ausreichende Menge des Impfstoffes angestrebt. Der Vertrag zwischen Intervacc und 3P Biopharmaceuticals in Pamplona/Spanien zur Herstellung des Impfstoffs ist bereits unter Dach und Fach und sichert damit die Basis zur offiziellen Markteinführung.

2020 soll der Impfstoff Strangvac® dann allgemein erhältlich sein.

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