Wellington: Ludger Beerbaums For Sale gewinnt Grand Prix mit neuer Reiterin

For Sale unter Henrik von Eckermann –auf dem Weg zum Sieg im Youngster-Finale von Aachen 2013.

For Sale unter Henrik von Eckermann –auf dem Weg zum Sieg im Youngster-Finale von Aachen 2013. (© Julia Rau)

Unter Henrik von Eckermann und dessen ehemaligem Chef Ludger Beerbaum war For Sale eines der erfolgreichsten Nachwuchspferde im internationalen Sport. Nun siegt sie mit ihrer neuen Reiterin weiter.

Zugegeben, so ganz neu ist die Reiterin nicht. Im Oktober 2015 erfüllte sich die Prophezeiung des Namens und For Sale wurde verkauft. 2013 stellte Henrik von Eckermann die heute elfjährige Westfalen Stute v. For Pleasure-Cassini erstmals in Jungpferdeprüfungen vor. Unter anderem gewann das Paar den Sparkassen Youngsters-Cup beim CHIO Aachen. Später war die Stute unter anderem Zweite im Großen Preis von Braunschweig mit Henrik von Eckermann. Kurzzeitig ging sie auch unter Ludger Beerbaum, ehe sie an die US-Amazone Emily Moffitt (18) verkauft wurde. Die trainierte damals noch mit Laura Kraut. Die ersten Turniere ritt Kraut mit der Stute, ehe Moffitt sie übernahm. Dann verletzte For Sale sich und musste einige Monate pausieren. Im Herbst 2016 ging sie ein Turnier, dann war erst einmal wieder Schluss. Jetzt in Wellington feierte sie ein Comeback nach Maß mit Sieg im CSI2* Grand Prix.

Platz zwei ging an ein weiteres Pferd, das einst in deutschem bzw. damals noch ukrainischem Beritt war: die Stute B Once Z v. Baloubet du Rouet. Sie war unter Katharina Offel hoch erfolgreich, ehe sie 2015 an den 19-jährigen US-Amerikaner Lucas Porter verkauft wurde. Der war danach mit B Once Z schon mehrfach gut platziert und auch siegreich gewesen. Porter lebt zwischenzeitlich immer in den Niederlanden, wo er mit Jeroen Dubbeldam trainiert. Über seine Stute sagt er: „Sie ist definitiv das beste Pferd, das ich je geritten habe. Sie hat so ein großes Herz! Sie ist so schnell gegen die Uhr und sie ist ein solcher Kämpfer. Ich habe noch nie auf einem Pferd gesessen, das so ein Selbstvertrauen hat. Sie ist einfach das perfekte Pferd für einen jungen Reiter wie mich.“ Diesmal musste das Paar allerdings For Sale und Emily Moffitt den Vortritt lassen.

Moffitt arbeitet übrigens nicht mehr mit Laura Kraut zusammen. Sie lebt nun in Großbritannien, reitet auch für die Insel und trainiert mit Ben Maher. Zu ihrem Sieg sagte sie: „Sie hat sich nach dem Nationenpreis hier beim Winter Equestrian Festival verletzt. Dies ist heute ihre erste schwere Prüfung seither, daher sind wir begeistert, wie sie heute gesprungen ist. Sie hat ein bisschen gebraucht, um wieder in Form zu kommen. Wie waren noch ein wenig besorgt, aber ich denke, nun können wir sicher sagen, dass sie wieder da ist.“

Moffitt hat im vergangenen Jahr erstmals bei den Global Champions League-Turnieren an Fünf-Sterne-Prüfungen teilgenommen und inzwischen das College verlassen, um sich ganz auf ihre reiterliche Karriere zu konzentrieren.

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