Pressemitteilung zum Tierschutzfall im Landkreis Diepholz

Bis aufs Skelett abgemagerte Ponys mit verfilzten Mähnen bis zum Boden und Hufen, die sich schnabelschuhartig nach oben biegen – die Bilder einer Herde verwahrloster Ponys im niedersächsischen Landkreis Diepholz haben für einen Aufschrei gesorgt. Nun meldet sich der Kreisrat zu Wort.

Dort heißt es: Veterinäre des Landkreises Diepholz haben am vergangenen Donnerstag in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen 16 stark vernachlässigte Ponys dem Tierhalter fortgenommen und anderweitig untergebracht. Die Tiere befanden sich teilweise in einem schlechten Ernährungs- und Pflegezustand. Der Tierhalter stand aufgrund seiner privaten Situation seiner Pferdehaltung und den damit verbundenen Aufgaben hilflos gegenüber und zeigte sich gegenüber den Kreisveterinären erleichtert darüber, die Verantwortung für seine Tiere abgeben zu können, und half bei der Verladung der Tiere.

Zwölf der Ponys befinden sich jetzt im Tierschutz- und Umwelthof Geißblatt in Warpe, vier in anderen Pflegestellen. Sie werden unter tierärztlicher Betreuung gepflegt, bis sie einen Gesundheitszustand erreicht haben, mit dem sie in andere Haltungen übergeben werden können. Eine anonyme Anzeige hatte das Veterinäramt darauf hingewiesen, dass auf der Weide ein Unterstand für die Pferde fehlte. Bei der Kontrolle stießen die Amtsveterinäre dann auf die verwahrlosten Ponys im Stall und sorgten dank der sehr guten Zusammenarbeit mit mehreren Tierschutzvereinen innerhalb weniger Stunden für den Abtransport und die Unterbringung.

Erster Kreisrat Wolfram van Lessen teilt in einer Pressemitteilung mit, das Veterinäramt werde die weiteren Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Verden abgeben. Auch wenn darüber keine Statistik geführt wird, haben Tierschutzfälle im Arbeitsalltag des Veterinäramts in den letzten Jahren stark zugenommen. Dabei geht es oft um kleine Tierhaltungen auf Höfen, die keinen regelmäßigen Kontrollpflichten unterliegen.

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