Bayern vorn im Bundesvierkampf, Westfalen verteidigen Titel im Bundesnachwuchsvierkampf

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Das Team Bayern gewinnt Bundesvierkampf 2022 vor Rheinland und Westfalen. (© A. Benthaus)

Am vergangenen Wochenende war die Landes- Reit- und Fahrschule in Langenfeld Schauplatz des Bundevierkampfes. Die Teams aus den Bundesländern Bayern, Rheinland und Westfalen stachen dabei mit ihren Leistungen besonders hervor. Gold in der Einzelwertung in Bundesvierkampf wie Bundesnachwuchsvierkampf ging an zwei Reiterinnen aus Westfalen.

Der Bundesvierkampf zählt zu den ältesten Bundesveranstaltungen im Jugendsport und zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Die Teilnehmer müssen sich in den Disziplinen Laufen, Schwimmen, Dressur und Springen beweisen und kämpfen dabei sowohl für die Team- als auch die Einzelwertung. Dabei werden im Reiten in Dressur und Springen jeweils die Anforderungen der Klasse A (Bundevierkampf) bzw. E (Bundesnachwuchsvierkampf) verlangt. Besonders dabei: Zwei der Mannschaftsreiter reiten ihre eigenen Pferde, die beiden anderen jeweils zugeloste Pferde der anderen Mannschaften. Gewertet werden am Ende die drei besten der vier Teilnehmer einer Mannschaft.

Bayern stößt Titelverteidiger Westfalen vom Thron

Unschlagbar im Bundesvierkampf in diesem Jahr war das Team aus Bayern rund um Lisa Gebhardt, Charlotte Nawroth, Julia Weiskopf und Lilly Kolmsee. Sie erreichten insgesamt 17.331 Punkte und waren damit klar vor dem Team aus dem Rheinland (16.942 Punkte). Für die Westfalen, die ja in den vergangenen drei Ausgaben des  „Deutschlandpreises der Vierkämpfer“ die Goldmedaille holen konnten, reichte es 2022 für den Bronzerang mit 16.824 Punkten.

Den Sieg in der Einzelwertung sicherte sich mit Judith Peter hingegen eine Vierkämpferin aus Westfalen – mit 6008 Punkten insgesamt stand sie am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Rang zwei ging an Lisa Gebhardt aus Bayern (5.980 Punkte), vor Valerie Lutz aus Berlin-Brandenburg (5.935 Punkte).

Knappe Entscheidung im Bundesnachwuchsvierkampf

Bayern, Rheinland und Westfalen waren auch die Teams, die im Bundesnachwuchsvierkampf bei den Ponyreitern auf dem Treppchen standen- allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Denn das Team aus Westfalen hatte mit 17.128 Punkten knapp die Nase vorn und konnte dadurch seinen Vorjahrestitel vor dem Team aus dem Rheinland (17.123 Punkte) verteidigen.„So knapp war es selten“, erkannte auch die Mannschaftsführerin der Westfalen, Christa Middendorf. Rang drei ging in dieser Prüfung an das Team aus Bayern mit insgesamt 16.508 Punkten.

In der Einzelwertung ging der Sieg an Franziska Niehoff aus Westfalen: mit 5.792 Punkten setzte sie sich vor Emma Buschheuer (5.782) und deren Teamkollegin Mia Tappe (5.848). Rang vier ging an Philippa Busacker, deren ältere Schwester Greta Busacker ebenfalls bereits im Vierkampf am Start war und heute U21-Doppeleuropameisterin in der Vielseitigkeit ist.

Übrigens: Ab nächstem Jahr nennt sich der Bundesvierkampf nicht mehr „Deutschlandpreis der Vierkämpfer“, sondern Deutsche Meisterschaft im Vierkampf, so die Bundesjugendwartin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Heidi van Thiel. Neben ihr gab sich auf der Veranstaltung 2022 auch FN-Präsident Hans-Joachim Erbel die Ehre.

„Die Entwicklung, die diese Veranstaltung in den letzten Jahren gemacht ist enorm. Wir haben wir hier richtig gute Pferde und vor allem sehr gut reitende Kinder und Jugendliche gesehen. Der Vierkampf ist wegen seiner sportlichen Vielseitigkeit als Einstieg in den Pferdesport ganz besonders wertvoll. Er zeigt den Jugendlichen, dass es nicht nur auf das Pferd, sondern vor allem auch auf ihre eigene Fitness ankommt“, lautet das Resümee von van Thiel. „Am meisten beeindruckt hat mich allerdings der tolle Teamgeist, der Zusammenhalt und die Begeisterung für jeden Ritt.“

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Hannah Scherf