Pau: WM-Generalprobe der Einspänner mit Platz zwei für Deutschlands Fahrer

Feature Bild Fahren Einspänner

Das französische Pau war dieses Jahr nicht nur Schauplatz einer der sechs Fünf-Sterne-Vielseitigkeiten weltweit, sondern auch eine WM-Generalprobe. 2020 ist Pau nämlich Gastgeber der Weltmeisterschaften der Einspänner. Deutschlands Fahrer zogen ein positives Fazit.

Bundestrainer Karl-Heinz Geiger stellte eine sehr junge Mannschaft auf. Die erreichte mit einem Gesamtergebnis von 272,30 Punkten einen guten zweiten Platz. „Alle drei Fahrerinnen waren kürzlich noch im Jugend-Kader, wir waren also mit einer reinen Nachwuchsmannschaft am Start. Die jungen Damen haben ihre Aufgabe gut gemacht“, lobte Geiger.

Seine 23-jährige Tochter Anika lieferte das beste Einzelergebnis aus deutscher Sicht. Mit Annabelle landete sie mit 135,38 Punkten auf dem fünften Platz. Marie Tischer, mit 21 Jahren das Küken im Team, belegte mit ihrem Fortino den zwölften Platz (146,19 Punkte). Der Fidertanz-Sohn war einst Bundeschampion und Weltmeister der Jungen Fahrpferde. Dritte im Bunde war die 26-jährige Jessica Wächter. Sie hatte die Stute Alinde angespannt, die einige Jahre von Michael Brauchle gefahren wurde. Am Ende wurde es mit 165,73 Punkten Platz 29 für Wächter. Sie hatte im September noch zwei Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften der jungen Fahrpferde geholt.

Der Sieg im Nationenpreis von Pau ging an die Gastgeber. Das französische Team, bestehend aus Fabrice Martin mit Lanzaro Ene, Marion Vignaud mit First Quality und Jean Michel Olive mit Sinnamari, stand mit insgesamt 260,09 Punkten ganz oben auf dem Siegertreppchen. Rang drei ging an das Team aus den Niederlanden mit 275,93 Punkten. Dort waren Rudolf Pestman mit Diesel, Saskia Siebers mit Garant und Joop Gommers mit Bandit am Start. Insgesamt nahmen am CAIO4*H1 in Pau elf Nationen teil.

Das Konzept, den WM-Test parallel zum traditionellen CCI5*-L stattfinden zu lassen, ging auf. So waren deutlich mehr Zuschauer vor Ort als sonst bei vergleichbaren Veranstaltungen, die – so berichtet die FN – zum Teil zum ersten Mal Fahrsport auf diesem Niveau sahen und überrascht gewesen seien. Das Fazit von Karl-Heinz Geiger: „Das war eine gute Außenwirkung für den Fahrsport, ich denke, wir haben ein paar Fahrsportfreunde gewonnen.“

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