Schenkelbrand-Diskussion: Schwarz bekennt Farbe

Ob Deutschlands Fohlen weiterhin gebrannt werden dürfen oder nicht, wird sich auf politischer Ebene entscheiden. Die Zuchtverbände wollen den Brand auf keinen Fall verlieren. Im Gegensatz zu den Grünen im Bundestag, die jüngst einen Antrag auf ein Verbot gestellt haben. Nun hat man sich im Lager der CDU/CSU-Fraktion offiziell gegen diesen Antrag ausgesprochen.

Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) berichtet, ließ Peter Bleser, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, via Pressemitteilung verlauten: „Für die Unionsfraktion im Bundestag ist der Tierschutz keine Frage von Details, sondern ein fortlaufender Gesamtauftrag. Deshalb lassen wir uns auch keine Detailänderung im Tierschutzgesetz aufdrängen. Wer die Gesamtheit der Tierschutz- und Haltungsbedingungen außer Acht lässt, verursacht oft mehr Leid bei den Tieren als er zu vermeiden glaubt. Wir lehnen den Antrag der Grünen daher ab. Wir werden gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dagegen eine Gesamtstrategie vorlegen.“

Blesers Parteikollege Dieter Stier, zuständiger Berichterstatter für Tierschutzfragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verweist außerdem darauf, dass die deutschen Tierschutz- und Umweltgesetze schon jetzt zu den besten und strengsten weltweit gehören und sagt: „Wir möchten unsere hohen Tierschutz- und Umweltstandards aber auch EU-weit durchsetzen. Nur so können sie eine ausreichende Wirkung auch in einem offenen EU-Binnenmarkt entfalten.“